Stand: 06.01.2020 12:48 Uhr

Eine erfolgreiche Geschäftsidee: Bambusräder

Sie haben klein angefangen und führen heute ein gut laufendes Unternehmen: Maximilian Schay und Jonas Stolzke von my Boo. Seit sechs Jahren bauen sie in Kiel Bambus-Fahrräder. Und sie haben reichlich Abnehmer.

2012 angefangen

"Wir haben in Rendsburg in einem WG-Zimmer angefangen", erinnert sich Jonas Stolzke. 2012 war das. Damals studierten die Beiden noch BWL. Ihre Firma gründeten sie aus zwei Gründen. "Natürlich wollen wir Geld verdienen, aber unsere Idee ist, dass wir es mit fairem Handel kombinieren", erklärte Maximilian Schay damals NDR Schleswig-Holstein. Durch einen Freund hatten sie Kontakte in das kleine Dorf Yonso in Ghana geknüpft. Dort ließen und lassen sie die Bambusrahmen für ihre Räder fertigen. My Boo heißt übrigens übersetzt "Mein Liebling" und ist eine Anspielung an das englische Wort für Bambus - "Bamboo".

Preise ab 1.600 Euro

Aus der Idee ist mittlerweile ein großes Unternehmen geworden. Sieben Fahrradmechaniker montieren in Schleswig-Holstein monatlich 90 Fahrräder. Die Modellpalette ist vielfältig: Damenräder, Rennräder, Stadträder - mit oder ohne Elektro-Antrieb. Zu Preisen ab 1.600 Euro. Die Rahmen lassen sie weiter in Ghana anfertigen, finanzieren dort den Bau einer Schule, um die Einheimischen zu unterstützen und um etwas zurückzugeben. Jeder Rahmen entsteht dort in 80 Stunden Handarbeit, das bringt 40 dauerhafte Arbeitsplätze. Und wenn es nach Maximilian und Jonas geht, ist ihre Erfolgsgeschichte noch nicht vorbei. Sie wollen weiter wachsen und neue Modelle entwickeln, zum Beispiel Kinderräder und Lastenräder.

Weitere Informationen
Bambus © Kaikoro/fotolia Foto: Kaikoro

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 06.01.2020 | 19:30 Uhr

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