Stand: 12.02.2019 15:09 Uhr

Eine Million Euro für schöne Ostsee-Strände

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Nach zwei Winterstürmen ist vom Strand in Laboe nur noch eine Steinwüste zu sehen.

Weggespülte Strände, kaputte Seebrücken und damit verbunden hohe Kosten für viele Orte an der Ostseeküste. Die ersten beiden Stürme des Winters haben ihre Spuren hinterlassen. Am Dienstag hat das Kabinett nun ein Soforthilfeprogramm verabschiedet. Eine Million Euro soll kurzfristig zur Verfügung gestellt werden, um erste Schäden zu beheben. Die Kommunen werden sich nach Angaben des Wirtschaftsministeriums mit 50 Prozent beteiligen müssen.

Ostsee-Orte fit für die Saison machen

"Das kann keine dauerhafte Lösung sein. Deshalb geht es im zweiten Schritt darum, dass wir mit dem Umwelministerium gemeinsame Lösungen für Küstenschutz, Naturschutz und Tourismus finden, die langfristig dazu führen, dass solche Schadensreparaturen im nächsten Jahr nicht wieder in der Ostsee verschwinden", betonte Wirtschaftsminister Bernd Buchholz. Es gehe darum, die Orte an der Ostsee fit für die Sommersaison zu machen. Man müsse prüfen, wo Strände, Promenaden oder Ufer-Wanderwege so beeinträchtigt sind, dass sie nicht der Qualität entsprechen, die man den Gästen bieten wolle.

Nur erste Schäden kurzfristig beheben

Betroffen sind etwa Heiligenhafen, Weißenhäuser Strand (beide Kreis Ostholstein), Hohwacht, Laboe (beide Kreis Plön) und Strande (Kreis Rendsburg-Eckernförde). Diese Gemeinden haben den Großteil ihrer Strände, Uferbefestigungen und Wanderwege bei den Sturmfluten verloren. Dass mit dem Soforthilfeprogramm über eine Million Euro wirklich nur einige wenige Schäden kurzfristig behoben werden können, dürfte allen Beteiligten klar sein. Denn allein das erneute Aufschütten des Sandstrandes in Laboe würde schon eine runde Million Euro verschlingen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 12.02.2019 | 14:00 Uhr

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