Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (3.v.r.) und seine Frau Elke Büdenbender kommen zusammen mit Margrethe II. (l-r), Königin von Dänemark, Mette Frederiksen, Ministerpräsidentin von Dänemark, Prinz Christian zu Dänemark und Kronprinz Frederik nach einem deutsch-dänischen Festgottesdienst aus dem Dom St. Marien zu Hadersleben © dpa Foto: Bernd von Jutrczenka

Ein großer Tag für die Deutsche Minderheit in Dänemark

Stand: 14.06.2021 07:29 Uhr

Bundespräsident Steinmeier hat zwei Tage lang das südliche Dänemark besucht. Höhepunkt waren die Feierlichkeiten zum 100. Jubiläum der deutsch-dänischen Grenzziehung.

Im vergangenen Jahr musste der Termin wegen der Corona-Pandemie ausfallen. In Apenrade besuchten der Bundespräsident, die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen und Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Sonntagmittag das Deutsche Gymnasium. Es folgten Gespräche mit Vertretern der deutschen Minderheit.

Königin Margrethe II. auch dabei

Dänemarks Königin Margrethe II. bei ihrem Besuch in Schleswig 2004. © dpa - Fotoreport Foto: Carsten Rehder
Steinmeier trifft auch auf Königin Margrethe II.

Am Deutschen Museum in Sonderburg war dann auch die dänische Königin Margrethe II. dabei. Dort kamen auch sensible Punkte zur Sprache. Und dann wurde es feierlich: Auf der Königsschanze in Düppel fand der erste Teil der Feierlichkeiten statt. Der offizielle Festakt zum Jubiläum folgte im Konzertsaal Alsion in Sonderburg. Der Besuch endete am Sonntagabend mit einem Abendessen auf Einladung von Königin Margrethe II. Dazu wurde Steinmeier in einem kleinen Segelboot zur königlichen Yacht gebracht.

Auftakt am Sonnabend

Am Sonnabend traf Steinmeier in Kolding in der Designschule rund 80 Kilometer nördlich der Grenze Studierende und Lehrende. Am Abend fand ein offizielles Abendessen mit der dänischen Ministerpräsidentin Frederiksen statt.

Großes Thema: Die Freundschaft zwischen den Ländern

Bei den nachgeholten Feierlichkeiten sollte es um Freundschaft und die enge Beziehung beider Länder gehen. Das Jahr 1920 markierte einen der wichtigsten Momente ihrer gemeinsamen Geschichte: Nach der deutschen Niederlage im Ersten Weltkrieg entschieden die Bewohner zweier Regionen Schleswigs, ob sie zu Dänemark oder Deutschland gehören wollten. Am 10. Februar 1920 stimmten in Nordschleswig 74 Prozent für Dänemark, am 14. März in Mittelschleswig 80 Prozent für Deutschland. Flensburg, Südtondern und Husum blieben somit ebenso deutsch wie Föhr, Amrum und Sylt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 14.06.2021 | 07:00 Uhr

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