Stand: 23.09.2020 20:33 Uhr

Ein Schornstein muss weichen - aber wie?

Wirft man am Schrevenpark in Kiel einen Blick auf das Stadtbild, fällt er auf: der 85 Meter hohe Schornstein des Heizkraftwerks der Kieler Stadtwerke. Doch der ist gar nicht mehr nötig, modernste Technik macht ihn inzwischen überflüssig. Deswegen soll der Schornstein weg, doch das ist mitten in der Stadt gar nicht so einfach.

Ein Abriss in Einzelteilen

Eine Sprengung ist nicht möglich, ein Abrissbagger kann auch nicht einfach drauf - zu laut für die Anwohner. Deswegen wird der Schornstein jetzt von oben nach unten in Stücke geschnitten. Teil für Teil soll dann nach innen fallen und von einer Stahlkonstruktion am Boden aufgefangen und abgefedert werden. Am Mittwoch starteten die ersten Sägearbeiten - am Nachmittag fielen dann die ersten Teile.

Rückbau bis Dezember

Für die Stadtwerke kostet der Abriss 600.000 Euro. Eine Investition, die sich lohnt. "Wir brauchen ihn nicht mehr, weil wir die Befeuerung eingestellt haben. Da sind zwei große Heizkessel dran gewesen, die Heizdampf erzeugt haben. Aber wir haben keine Heizdampferzeugung mehr, nur noch eine Heißwassererzeugung. Dementsprechend ist er überflüssig. Und es würde uns mehr kosten, ihn stehen zu lassen und zu hegen und zu pflegen", erklärt Bastian Kremin, Projektleiter der Stadtwerke Kiel. Bis Dezember wird deswegen der Schornstein Stück für Stück aus dem Stadtbild verschwinden.

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Schleswig-Holstein Magazin | 23.09.2020 | 19:30 Uhr

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