Stand: 22.08.2019 17:30 Uhr

Durchschnittliche Ernte in Schleswig-Holstein

Die Landwirte in Schleswig-Holstein erwarten für 2019 eine durchschnittliche Getreideernte. Wie das Statistikamt Nord auf der Erntepressekonferenz in Bösdorf (Kreis Plön) mitteilte, gehe man davon aus, dass die Landwirte 2,6 Millionen Tonnen Getreide einfahren werden. 60 Prozent macht dabei der Winterweizen aus. Das habe die zweite, noch vorläufige Berechnung ergeben, so die Statistiker. Die 2,6 Millionen Tonnen wären fast das Anderthalbfache der Menge des Dürresommers im vergangenen Jahr.

Erntemaschine befüllt einen Anhänger mit Getreide

Erntepressekonferenz 2019 in Bösdorf

Schleswig-Holstein Magazin -

2017 war es viel zu nass, 2018 kam es durch die lang anhaltende Trockenheit zur Dürre: In beiden Jahren fiel die Erntebilanz schlecht aus. Wie sieht es in diesem Jahr aus?

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Albrecht: Schulnote "befriedigend"

Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) gab dem Erntejahr 2019 die Schulnote "befriedigend". Das reiche aber nicht aus, um die Verluste des trockenen vergangenen Jahres wieder auszugleichen, so Albrecht. Der Grünen-Politiker betonte, dass der Klimawandel und extreme Wettereignisse wie lokal auftretender Starkregen oder lange Hitzeperioden den Bauern zu schaffen machten. Daher ist es laut Albrecht wichtig, in den nächsten Jahren unterschiedliche Fruchtfolgen anzubauen und sich breiter aufzustellen.

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Landwirtschaft muss dem Klima angepasst werden

Die Landwirte in Deutschland blicken auf eine unterdurchschnittliche Ernte zurück. Grund dafür sind die schwierigen Witterungsverhältnisse. Claudia Plaß kommentiert. mehr

Rapsanbaufläche schrumpft massiv

Im Vergleich zum Vorjahr fällt auch die Rapsernte mit 200.000 Tonnen um elf Prozent besser aus, liegt aber um mehr als 30 Prozent unter dem langjährigen Mittel. Das hat nach Angaben der Landwirtschaftskammer mehrere Gründe. Einer sei die Sonne. Die habe sehr stark geschienen, sodass der obere Teil der Rapspflanze schon reif gewesen sei, der untere Teil aber noch bei weitem nicht. Außerdem sind einige Planzenschutzmittel inzwischen verboten.

Laut Landwirtschaftskammer-Präsidentin Ute Volquardsen war es das vierte schwierige Rapsjahr in Folge. Darum wurde die gelb blühende Pflanze auf weniger Flächen angebaut als in den Vorjahren. Die Anbaufläche schrumpfte von einst 100.000 auf 66.000 Hektar.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 22.08.2019 | 14:00 Uhr

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