Hühner stehen dicht aneinander gedrängt hinter einem Zaun.  Foto: Claudia Arlt

Drei Kreise heben Geflügelpest-Sperrbezirke auf

Stand: 09.04.2021 14:52 Uhr

In mehreren Kreisen war die Geflügelpest - auch Vogelgrippe genannt - in Legehennen-Betrieben nachgewiesen worden. Nun wurden in den Kreisen Plön, Herzogtum Lauenburg und Stormarn die Sperrbezirke aufgehoben.

Laut Plöner Kreisverwaltung gelten für die Bereiche um die beiden Gemeinden Kühren und Dannau seit Freitag die Regeln für Beobachtungsgebiete. Die Veterinäraufsicht des Kreises hat sämtliche gewerbliche Geflügelhaltungen in den beiden Sperrbezirken amtlich geprüft. "Bei keiner Probe wurde der Erreger der Geflügelpest nachgewiesen. Somit werden beide Sperrbezirke aufgehoben", sagte Pressesprecherin Rebekka Mehrholz.

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Keine neuen Fälle in Stormarn und Herzogtum Lauenburg

Auch die Kreise Stormarn und Herzogtum Lauenburg heben ihre Geflügelpest-Sperr- und Beobachtungsbezirke ab Sonnabend auf. Denn laut Veterinäramt gab es in beiden Kreisen seit rund einem Monat keine neuen Geflügelpest-Fälle in einem Betrieb. Die Geflügelhalter in den Gebieten, die bis jetzt als Beobachtungs- oder Sperrgebiete galten, dürfen dann wieder Eier und Fleisch verkaufen sowie neues Geflügel in ihre Bestände aufnehmen.

Aufstallungspflicht gilt weiter

In allen drei Kreisen gilt aber weiter eine Aufstallungspflicht. Betriebe dürfen Tiere nur an für Wildvögel unzugänglichen Stellen füttern. Zudem darf kein Oberflächenwasser für das Tränken der Tiere genutzt werden, zu dem Wildvögel Zugang haben. Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen das Geflügel in Berührung kommen kann, müssen für Wildvögel unzugänglich aufbewahrt werden.

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 09.04.2021 | 19:30 Uhr

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