Dreharbeiten zu "Nord bei Nordwest" unter Corona-Bedingungen

Stand: 31.10.2020 17:30 Uhr

Einen Spielfilm in Corona-Zeiten zu drehen, bedeutet einen hohen Organisationsaufwand. NDR Schleswig-Holstein hat bei den Dreharbeiten in Geesthacht zur Krimiserie "Nord bei Nordwest" zugeschaut.

Sandra Zündel ist eine entscheidende Person beim Filmdreh in Geesthacht (Kreis Herzogtum Lauenburg). Sie ist die "CoKo" - die Covid-Koordinatorin - bei den Aufnahmen der beliebten Krimi-Reihe in der ARD. Wer am Set ankommt, muss bei ihr Fieber messen. Auch Corona-Tests werden durchgeführt. "Die Teammitglieder, die im Nahbereich um die Kamera herum sind, werden noch öfter getestet als dann die nächste Zone und die nächste Zone. Und jetzt haben wir fast drei Mal die Woche alle getestet." Sandra Zündel ist eigentlich Produktionsleiterin, hat sich aber mittlerweile zur Hygienebeauftragten weitergebildet.

Schauspieler und Regisseurin haben sich an Auflagen gewöhnt

Sandra Zündel am Set von "Nord bei Nordwest". © NDR
Sandra Zündel ist die sogenannte Covid-Koordinatorin am Set.

Die Schauspieler nehmen die Hygienemaßnahmen meist gelassen hin - so wie Hinnerk Schönemann: "Wir haben uns schon richtig daran gewöhnt. Sobald hier Cut ist, setzen wir unsere Masken auf und halten Abstand. Wir werden alle drei Tage getestet." Auch für Regisseurin Nina Wolfrum ist der zusätzliche Organisationsaufwand kein Problem: "Es sind Einschränkungen - natürlich. Ohne ist schöner. Wenn man jetzt Proben macht mit den Schauspielern, wenn man eine Szene spricht, ist das natürlich ein Unterschied, ob man ein Gesicht sieht oder ob man nur Augen sieht." Aber auch daran habe sie sich gewöhnt. "Und wenn man sich kennt, funktioniert auch das." Für Wolfrum ist es die zweite Produktion unter strengen Hygieneauflagen - die andere war ein Tatort-Dreh in Köln.

Covid-Koordinatorin Zündel: Gutes Gefühl bei Dreharbeiten

Sandra Zündel passt auch genau auf, dass die Luft während der Dreharbeiten gut ist. Dafür hat sie ein spezielles Messgerät im Blick, das den CO2-Wert misst. Wenn der nicht stimmt, werden sofort die Fenster aufgerissen. "Die Auflagen, die wir als Filmbranche bekommen, sind so extrem hoch, dass ich wirklich ein gutes Gefühl habe, dass wir - selbst wenn wir einen positiven Fall hätten - uns nicht gegenseitig anstecken." Es gibt laut Zündel auch Kontrollen. "Und deswegen gibt es für mich auch keinen Grund, nicht zu drehen."

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Schleswig-Holstein Magazin | 31.10.2020 | 19:30 Uhr

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