Stand: 27.05.2020 09:57 Uhr

Die Autobahn als neue Heimat für die Strandgrasnelke

Eigentlich wächst die Strandgrasnelke hauptsächlich auf Salzwiesen oder Dünen, also in Küstennähe. Inzwischen wird sie auch immer häufiger an ungewöhnlichen Orten im Binnenland gesichtet, und zwar auf den Mittel- und Randstreifen der Autobahnen. In Schleswig-Holstein reckt sie ihre rosafarbenen Blüten am Autobahnkreuz Rendsburg in die Höhe. Wo sie auftaucht, ist sie oft auch der einzige Farbtupfer neben dem grauen Straßenasphalt, denn viele andere Pflanzen können entlang der Autobahnen nicht überleben. Schuld daran ist das Streusalz des Winterdienstes.

Ausbreitung per Autoreifen

Die Salzkonzentration muss im Inneren einer Pflanze höher sein als in der Umgebung, um Wasser und wichtige Nährstoffe aufnehmen zu können. Sie darf aber nicht zu hoch sein, da das Salz sonst für die Pflanzen als Gift wirken würde. Durch Streusalz ist der Salzgehalt des Bodens auf Mittel- und Randstreifen für die meisten Pflanzen einfach zu hoch. Die Strandgrasnelke kann aber den Salzgehalt über ihre Blätter regulieren. Ihren Weg auf die Autobahn hat die Strandgrasnelke quasi per Anhalter gefunden: Über die Autoreifen ist sie von der Küste ins Landesinnere gelangt und breitet sich so auch weiterhin entlang des Fernstraßennetzes aus.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 26.05.2020 | 19:30 Uhr

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