Stand: 26.12.2018 10:00 Uhr

Der Wolf GW1101m: Neu und auffällig

von Daniel Kummetz, Jörn Schaar, Jörg Jacobsen

Er ist der fünfte Wolf, der in Schleswig-Holstein nachgewiesen wurde: Der Rüde mit der Code-Bezeichnung GW1101m war bisher noch nicht im Land in Erscheinung getreten und es ist auch bisher nicht bekannt, aus welchem Rudel er stammt. Während man von den anderen Wölfen in Schleswig-Holstein einen regelrechten Stammbaum zeichnen und ihre Wege durch Schleswig-Holstein nachverfolgen kann, scheint GW1101m ein unbeschriebenes Blatt zu sein.

Ungewöhnlich viele Risse

GW1101m hat an vier aufeinanderfolgenden Tagen Anfang November Schafe in Brammer, Bargstall, Groß Rheide und Friedrichsholm gerissen. In einer Herde von Schäfer Jan Siebels bei Brammer starben 14 Schafe durch einen Angriff von GW1101m. Zwei Schafe wurden darüber hinaus so schwer verletzt, dass sie getötet werden mussten. Einen Tag später, 20 Kilometer Luftlinie entfernt in der Nähe von Bargstall, waren es zehn Tiere, die GW1101m gerissen hat. Fünf weitere mussten eingeschläfert werden. "Wenn man hier morgens ankommt und seine Schafe hier sieht, wie die zusammenstehen, und die toten Tiere liegen auf der Weide, dann ist einem schon zum Heulen zu Mute", erzählte Schäfer Torben Thomsen damals dem Schleswig-Holstein Magazin. So viele Risse auf einmal sind eher ungewöhnlich: "Einzelne Wölfe reißen eigentlich nur ein oder zwei Tiere", sagt der Wolfsbeauftragte des Landes Jens Uwe Matzen.

Weitere Informationen

Dossier: Wölfe in Schleswig-Holstein

Die Rückkehr des Wolfes nach Schleswig-Holstein bewegt viele im Land. Im Dossier bei NDR.de berichten die NDR Reporter über Aktuelles und Hintergründe. mehr

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 19.12.2018 | 19:30 Uhr

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