Stand: 24.05.2019 13:54 Uhr

Datenschutz: Immer mehr Beschwerden

E-Mails gelangen an falsche Adressen, Festplatten verschwinden: Wegen solcher und anderer Ereignisse beschweren sich immer mehr Menschen bei den schleswig-holsteinischen Datenschützern. Rund 57 neue Fälle pro Monat mussten die Datenschützer 2018 bearbeiten, teilte die Landesbeauftragte für Datenschutz Marit Hansen am Freitag mit. Das sei vier Mal mehr als in den Vorjahren. Im laufenden Jahr seien es sogar 93 im Monat gewesen. Die Zahl der gemeldeten Datenpannen stieg von fast 18 im Monatsschnitt des zweiten Halbjahres 2018 auf 30 im neuen Jahr. Ende Mai vorigen Jahres trafen täglich bis zu 400 Anfragen ein.

Ein Mann, dessen Gesicht nicht zu sehen ist, steht in einer Fußgängerzone und benutzt sein Smartphone.

Datenschutzbeauftragte kritisiert Spionage-Apps

Schleswig-Holstein Magazin -

Die Landesdatenschutzbeauftragte Marit Hansen will den Blick für spionierende Apps schärfen, die durchgehend mithören und Daten sammeln, ohne dass der Nutzer es mitbekommt.

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Hansen: Können 20 Mitarbeiter mehr gut beschäftigen

Nach Einführung der EU-Verordnung Ende Mai 2018 hatten die Beschwerden von Einzelpersonen drastisch zugenommen, so Hansen. "Wir hatten alle Hände voll zu tun, um Irrtümer richtigzustellen, Mythen zu entzaubern und vor allem Hinweise zu geben, wie sich die Datenschutzanforderungen praktisch umsetzen lassen", berichtete Hansen. Um dieser Situation gerecht zu werden, wünscht sich Hansen mehr Mitarbeiter. Sie könne 20 Mitarbeiter mehr gut beschäftigen, sagte sie, verwies aber auch auf die finanziellen Grenzen für das Land. Derzeit verfügt das Datenschutzzentrum über 36 Stellen, von denen drei neue noch nicht besetzt sind.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 24.05.2019 | 13:00 Uhr

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