Stand: 12.03.2020 17:16 Uhr  - NDR 1 Welle Nord

Coronavirus: Besucher-Stopp in mehreren Kliniken

Ein Schild steht vor dem Klinikum Nordfriesland. © NDR Foto: Peer-Axel Kroeske
Das Klinikum Nordfriesland hat einen Besucher-Stopp verhängt.

Das Coronavirus verändert nahezu alles: Betroffen sind das gesamte öffentliche Leben, die Sozialkontakte eines jeden Einzelnen, die Wirtschaft, die Schulen - und vermehrt gibt es auch Umstellungen in den Krankenhäusern. Das Klinikum Nordfriesland gab am Vormittag bekannt, ab sofort alle Besuche an den Krankenbetten in den Kliniken Husum, Niebüll und Föhr-Amrum zu untersagen. In der Pressemitteilung heißt es: "Diese Maßnahme dient dem Schutz der Patienten, Besucher, aber auch des Personals. Zudem ist dies ein Beitrag zur Schonung der Materialreserven in den Kliniken." Besuche sollen nur noch in Ausnahmefällen und nach Rücksprache mit den behandelnden Ärzten möglich sein.

Keine Besucher auch in weiteren Kliniken

Auch die Segeberger Kliniken werden von Freitag (13.3.) an einen Besucher-Stopp an den Standorten Segeberg und Norderstedt verhängen. Das erfuhr NDR Schleswig-Holstein von einem Sprecher der Kliniken. Am Sankt Elisabeth-Krankenhaus in Eutin (Kreis Ostholstein) gilt schon seit Montag (9.3.) ein Besucher-Stopp. Im Klinikum Itzehoe gilt seit Dienstag (10.3.) ein Besucher-Stopp. Für Personen aus Risikogebieten besteht außerdem ein absolutes Betretungsverbot. Am UKSH gibt es nach Angaben eines Sprechers noch kein generelles Besucherverbot. Die Klinikleitung bittet aber darum, dass möglichst wenig Menschen von außen auf die Station kommen.

Zunächst beim Hausarzt anrufen

Das Virus löst ähnliche Symptome wie eine heftige Erkältung aus. Dazu gehören Husten, Schüttelfrost und Kopfschmerzen. Fieber ist ein wichtiger Indikator. Auch Durchfall kann auftreten. Das Gesundheitsministerium rät im Verdachtsfall nicht gleich ins Krankenhaus zu gehen, sondern sich telefonisch beim Hausarzt Rat zu holen. Zusätzlich hat der Kreis Segeberg eine Hotline geschaltet, die auch am Wochenende von 10 bis 16 Uhr erreichbar ist. Die Nummer lautet: (04551) 951 98 33.

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Personen mit Atemwegserkrankungen, die zuvor in einem Risikogebiet waren oder Kontakt mit einem bestätigten Fall hatten, können sich an die Telefonnummer 116 117 der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) wenden - auch außerhalb der Sprechzeiten. Nur bei deutlichen Krankheitsbildern wird der Patient stationär aufgenommen. Die Gefahr, sich mit dem Virus angesteckt zu haben, besteht laut dem Virologen Thomas Lorentz vor allem dann, wenn man Kontakt mit einer Person hatte, die in einem Risikogebiet war - etwa im chinesischen Wuhan oder in Mailand in Italien.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 12.03.2020 | 12:00 Uhr

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