Stand: 15.06.2020 19:00 Uhr

Corona führt zu mehr illegalen Müllkippen in SH

Gartenabfälle, alte Farbeimer, Säcke voll mit Teppichresten - seit Beginn der Corona-Krise im März mussten die Abfallwirtschaftsbetriebe oft wegen wilder Müllkippen ausrücken. Das berichten viele Kreise in Schleswig-Holstein. Oft werde illegal Müll an Feldwegen und in Wäldern abgestellt. Ein Beispiel ist der Kreis Rendsburg-Eckernförde. Dort ist die Zahl der illegalen Entsorgungen laut dem Leiter des Umweltamtes, Michael Wittel, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum März bis Mai um fast das Doppelte angestiegen. Waren es 2019 in diesem Zeitraum 22 Fälle, stieg die Zahl 2020 auf 41.

Ein blauer Müllsack steht vor einem Teich im Wald. © NDR Foto: Britta Nareyka
AUDIO: Zahl der illegalen Müllkippen steigt (1 Min)

Viel illegaler Sperrmüll im Kreis Segeberg

Ähnliche Entwicklungen stellen auch die Kreise Pinneberg, Schleswig-Flensburg, Steinburg und Dithmarschen fest. Im Kreis Segeberg stieg vor allem die Zahl der illegalen Sperrmüllablagerungen. Die Kreise vermuten, dass die Mitte März geschlossenen Recyclinghöfe der Grund für den Anstieg der Zahlen sein könnten. Inzwischen haben die meisten Abfallhöfe der Kreise aber wieder ganz oder zumindest teilweise geöffnet.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 15.07.2020 | 17:00 Uhr

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