Corona-Studie in Lübeck geht in die letzte Runde

Stand: 01.02.2021 11:40 Uhr

Heute startet die siebte und damit letzte Runde der Elisa-Studie in Lübeck. Es handelt sich um Norddeutschlands größte Studie zur Verbreitung des Coronavirus.

Seit April vergangenen Jahres werden regelmäßig 3.000 Probandinnen und Probanden auf das Virus getestet. Jetzt kommen weitere 1.000 dazu. Möglich macht das eine Förderung vom Bund. Die letzte Runde soll nun weitere Ergebnisse bringen, betont Neurogenetikerin Christine Klein, die an der Studie beteiligt ist. "Wir erhoffen uns jetzt vor allen Dingen, besser zu verstehen, wie es dazu gekommen ist, dass in Lübeck plötzlich die Infektionszahlen doch so davon galoppiert sind", sagt die Wissenschaftlerin.

Eine Person mit blauen Handschuhen hält ein Abstrichstäbchen in der Hand. © photocase Foto: Luisrojas
AUDIO: Neurogenetikerin über Erkentnisse der Lübecker Corona-Studie (1 Min)

Worauf ist der Anstieg der Corona-Neuinfektionen zurückzuführen?

In Lübeck war die Anzahl der Corona-Neuinfektionen Klein zufolge im vergangenen Jahr stets niedrig gewesen - auch den Sommer über, trotz Tourismus. Plötzlich habe es im November und Dezember dann aber einen starken Anstieg gegeben, so Klein. Aktuell liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Lübeck bei 144,6.

Bisher wurden im Rahmen der Studie insgesamt drei Personen positiv auf das Virus getestet und nicht mal bei zwei Prozent der Teilnehmenden wurden Antikörper nachgewiesen. Deshalb sei die Corona-Impfung besonders wichtig, um eine Herdenimmunität zu erreichen, betont Klein.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 01.02.2021 | 10:00 Uhr

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