Markus Söder (l, CSU), Ministerpräsident von Bayern, und Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, stehen während einer Pause der Jahreskonferenz der Ministerpräsidenten zusammen. © dpa Foto: Sven Hoppe

Auch in SH Befürworter für Söder als Kanzlerkandidaten

Stand: 14.04.2021 12:03 Uhr

Wer wird Kanzlerkandidat der Union? Armin Laschet und Markus Söder diskutierten am Dienstag mehr als vier Stunden mit den Bundestagsabgeordneten von CDU und CSU. Der Landesgruppenchef aus Schleswig-Holstein Johann Wadephul zeigte sich überrascht.

Dr. Johann David Wadephul (CDU) steht am Rednerpult und gestikuliert. © picture alliance Foto: Britta Pedersen
Der gebürtige Husumer Johann Wadephul sitzt seit 2009 im Bundestag.

Anfang der Woche war das Zeichen aus den CDU-Gremien noch eindeutig: Präsidium und Vorstand stellten sich fast einheitlich hinter ihren Parteichef Armin Laschet. Bei der Diskussionsrunde gestern habe das dann anders ausgesehen, berichtet Landesgruppenchef Johann Wadephul. Für ihn sei es überraschend gewesen, dass es während der Sitzung eine sehr starke Unterstützung aus allen Bundesländern für Markus Söder gegeben habe.

Ein Argument für den bayerischen Ministerpräsidenten seien dessen gute Umfragewerte, so Wadephul: "In diesem Moment hat Markus Söder, was die Umfragen angeht, eindeutig mehr Unterstützung." Auch in der schleswig-holsteinischem Landesgruppe gäbe es Befürworter für Markus Söder, erzählt Johann Wadephul.

Brackmann: Söder kann besser begeistern

Einer der Befürworter ist der Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann aus dem Wahlkreis Herzogtum-Lauenburg / Storman Süd. Er teilte schriftlich mit, dass er der Auffassung sei, das Markus Söder noch dichter an den Veränderungen unserer Gesellschaft sei. Der bayerische Ministerpräsident könne die Menschen besser begeistern und das sei im Wahlkampf nicht unerheblich, meint Brackmann.

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Wie geht es jetzt weiter?

Für Landesgruppenchef Johann Wadephul steht fest: Es muss bald eine Entscheidung geben. Söder und Laschet hätten eine große Verantwortung und müssten jetzt schnell klären, wer für die Union als Kanzlerkandidat in die Bundestagswahl geht, so Wadephul. Er hofft auf eine Entscheidung bis Freitag. Ähnlich hatte sich zuvor auch schon Ministerpräsident Daniel Günther geäußert. Er hofft, dass die entscheidenden Gespräche zwischen den beiden Kandidaten nun möglichst bald stattfinden, damit dann feststeht, mit wem die Union in den Wahlkampf für die Bundestagswahl am 26. September geht. Man solle nicht viel Zeit verstreichen lassen, die Wahl sei bald, so Günther.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 14.04.2021 | 12:00 Uhr

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