Stand: 21.09.2018 18:06 Uhr

Bundesrat stimmt Anti-Plastikmüll-Initiative zu

Der Bundesrat hat der Initiative Schleswig-Holsteins gegen Plastik im Biomüll am Freitag zugestimmt. In Kunststoff verpackte Abfälle sollten nach Ansicht der Länder vollständig von der Kompostierung oder Vergärung ausgenommen werden. Die nach der Bioabfallverordnung zulässige Verwertung von Lebensmittelabfällen dürfe für die Abfälle in Plastik nicht gelten, heißt es in einer weiteren Resolution. Die Bundesregierung solle ein Konzept zur ordnungsgemäßen und umweltgerechten Entsorgung dieser Abfälle erarbeiten. Außerdem spricht sich der Bundesrat dafür aus, die Grenzwerte für Kunststoffanteile in Düngemitteln zu überprüfen und gegebenenfalls abzusenken. Nun muss sich die Bundesregierung mit diesem Beschluss befassen.

Schlei-Skandal soll sich nicht wiederholen

Angestoßen hatte die Initiative der ehemalige Umweltminister Robert Habeck (Grüne). Sie war im Juli zunächst in die Ausschüsse verwiesen worden. Habeck hatte mit seiner Initiative auf den Umweltskandal in der Schlei reagiert: Im Frühjahr wurden Millionen Plastikteilchen in dem Ostseearm entdeckt. Sie waren aus der Schleswiger Kläranlage dorthin gelangt. In der Kläranlage waren Speisereste dem Faulturm der Anlage beigemischt worden, in dem Energie entsteht. Diese Reste waren mit Plastik verunreinigt. Über das Abwasser der Anlage gelangten die Rückstände dann in die Schlei.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 06.07.2018 | 13:00 Uhr

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