Stand: 09.07.2019 08:00 Uhr

Bund will Lösung des Gülle-Problems fördern

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Durch zu viel Gülle auf den Feldern sind die Böden überdüngt und das Grundwasser mit Nitrat belastet.

Mit 89.000 Euro will das Bundesforschungsministerium unterstützen, dass eine Lösung für das Gülle-Problem in der Landwirtschaft gefunden wird. Denn die Böden sind überdüngt und dies führt dazu, dass zu viel Nitrat ins Grundwasser gelangt. Die Förderung des Bundes geht an das schleswig-holsteinische Unternehmen Ewert Consult GmbH in Siek (Kreis Stormarn). Laut dem schleswig-holsteinischen CDU-Bundestagsabgeordneten Norbert Brackmann soll Gülle in die chemischen Bestandteile Phosphor und Stickstoff aufgespalten werden.

Stoffkreisläufe optimieren

Die Aufarbeitung der Gülle würde den Landwirten ermöglichen, die wichtigen Stoffe in ausreichendem Maß auszutragen, so Brackmann. "So können die Stoffkreisläufe in der Landwirtschaft optimiert und die Überdüngung der Böden vielleicht sehr bald beendet werden", sagte der Bundestagsabgeordnete. "Die Auflagen für das Ausbringen und die Lagerung von Gülle werden immer strenger", betonte Brackmann. "Mit Forschung und Entwicklung können wir dieses aber für alle Seiten, die Landwirte, die Umwelt und die Menschen, zufriedenstellend lösen." Der Problemstoff Gülle werde zu einem wertvollen Rohstoff, wenn seine Bestandteile zu definierten Düngerkomponenten aufbereitet werden, so Brackmann.

Das Sieker Unternehmen hatte sich bisher mit der Rückgewinnung und Abreicherung von Phosphor und Stickstoff aus Klärschlämmen beschäftigt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 09.07.2019 | 08:00 Uhr

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