Stand: 22.10.2019 14:54 Uhr

Brunsbüttel: Lebenszeichen von vermisster Mutter

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Wo hält sich die Frau mit ihrem Sohn auf? Die Kripo sucht mit diesem Foto weiter nach Mutter und Kind.

Es gibt ein erstes Lebenszeichen von der vermissten Frau aus Dithmarschen. Sie hat sich laut Polizei bei ihrer Nichte in Hessen gemeldet. Vor mehr als einer Woche verschwand die Frau aus Pahlen (Kreis Dithmarschen) zusammen mit ihrem achtjährigen Sohn. Zunächst hatte alles nach einem erweiterten Suizid im Watt vor Brunsbüttel ausgesehen. Doch schon bald verdichteten sich die Hinweise, dass die Frau sich mit ihrem Sohn abgesetzt hat, um einer eineinhalbjährigen Haftstrafe wegen Betruges zu entgehen. Diese hätte sie schon längst antreten müssen.

Frau hat sich nach Stand der Polizeimaßnahmen erkundigt

Die Vermisste hat Dienstagmittag laut Polizei neun Minuten mit ihrer Nichte in Hessen telefoniert. Dabei habe sie mit unterdrückter Telefon-Nummer angerufen und sich bei der 18-jährigen Nichte nach dem Stand der polizeilichen Maßnahmen informiert, so ein Polizeisprecher. Warum sie verschwunden ist, habe sie bei dem Gespräch aber nicht erklärt.

Konten leergeräumt

Die Kriminalpolizei stellte bereits vergangene Woche fest, dass die Frau vor ihrem Verschwinden sowohl ihr Konto als auch das ihres Sohnes leer geräumt hat. Außerdem verkaufte sie ihr Auto für mehrere Tausend Euro und nahm ihre Ausweispapiere mit.

Wie die Kripo weiter mitteilte, gab ein Zeuge an, die Vermisste habe ihm vor einigen Tagen ein paar Sachen verkaufen wollen und dabei erwähnt, dass sie sich zu Verwandten nach Spanien absetzen werde. Nach Angaben der Ermittler der Kripo in Heide hat sie dort aber keine Verwandten. Daher sei es nach wie vor völlig offen, wo sich die Frau aufhält, so der Polizeisprecher. Recherchen über Interpol laufen weiter.

Suche im Watt nach zwei Tagen eingestellt

Die 19-jährige Tochter der Vermissten hatte Mitte Oktober die Behörden eingeschaltet, weil ihre Mutter mit dem achtjährigen Bruder unter Ankündigung eines Selbstmordes über den Elbdeich in Richtung Wasser gegangen sei. Rettungskräfte hatten daraufhin eine groß angelegte Suche auf der Elbe und an den Ufern im Watt gestartet. Die Suche wurde aber nach zwei Tagen eingestellt, als der Verdacht aufkam, dass die Frau ihren Tod vorgetäuscht haben könnte.

Das Handy der Frau ist abgeschaltet. Die Bevölkerung wird weiter um Hinweise gebeten. Sie können sich direkt bei der Kriminalpolizei Heide unter 0481-94 0 melden oder sich an jede andere Polizeidienststelle wenden.

Weitere Informationen

Brunsbüttel: Polizei prüft Hinweise zur Vermissten

17.10.2019 17:00 Uhr

Im Fall der in Brunsbüttel vermissten Frau gibt es eine neue Wendung: Sie wollte sich laut einem Zeugen mit ihrem Sohn nach Spanien absetzen. Die Behörden dort werden nun eingeschaltet. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 22.10.2019 | 14:00 Uhr

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