Stand: 12.07.2018 17:05 Uhr

Bahn will mehr Geld in Sylt-Strecke stecken

Auf der Marschbahn-Strecke soll endlich etwas passieren: Bis 2022 will die Deutsche Bahn 160 Millionen Euro investieren. Dafür sollen Gleise, Signaltechnik und Bahnübergänge saniert werden. "Damit ermöglichen wir einen stabilen Zugverkehr für Inselbewohner, Pendler und Touristen", sagte der Vorstand Produktion der DB Netz AG, Volker Hentschel. Eigentlich wollte die Bahn nur 90 Millionen Euro investieren. Jetzt erhöhte das Unternehmen das Investitionsvolumen um mehr als 70 Millionen Euro.

Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP).

Millionen-Investitionen in die Marschbahn

Schleswig-Holstein Magazin -

Die DB Netz AG will 160 Millionen Euro in die Marschbahn investieren, 70 Millionen mehr als ursprünglich geplant. Das Streckennetz - 200 der 378 Kilometer - werden runderneuert.

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30 Weichen und acht Bahnübergänge sollen saniert werden

In den kommenden vier Jahren will die Bahn für 140 Millionen Euro rund 200 Kilometer Gleise und mehr als 30 Weichen auf der Strecke Hamburg-Sylt erneuern lassen. Weitere 20 Millionen Euro investiert das Unternehmen in Bahnübergänge, Signaltechnik und Brücken. Insgesamt acht Bahnübergänge werden modernisiert.

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Zudem soll das elektronische Stellwerk Westerland bis 2025 für 41 Millionen Euro ausgebaut werden. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) begrüßte die Pläne. "Die Höhe der geplanten Investitionen zeigt aber auch, wie notwendig es ist, endlich Geld in die Sanierung der Marschbahnstrecke zu stecken", sagte der Minister.

Bauarbeiten bedeuten erst einmal Verzögerungen

Die Bauarbeiten auf der Strecke sollen schnellstmöglich starten - und es wird drei Bauabschnitte geben. Aber, wenn gebaut wird, bedeutet das natürlich auch, dass die Strecke teilweise gesperrt werden muss - Züge werden nicht fahren können und es wird Schienenersatzverkehr geben. Darauf müssen sich die Pendler in den kommenden Jahren einstellen. Martina Schulz von der Pendlerinitiative war erfreut über die Pläne der Bahn. "Es wäre schön, wenn wir in die Planungen eingebunden werden", sagte Schulz NDR 1 Welle Nord, "dass nachgefragt wird, ob die Pendler in den Zeiten auch fahren können oder nicht, ob Züge gestrichen werden oder nicht."

Vor allem Strecke Niebüll - Klanxbüll problematisch

Die Strecke zwischen Hamburg und Westerland sorgt seit Jahren immer wieder für Schlagzeilen, weil viele Züge ausfallen oder sich verspäten. Als Hauptgrund für Zugverspätungen gilt die etwa 14 Kilometer lange eingleisige Strecke zwischen Niebüll und Klanxbüll. Ein zweigleisiger Ausbau der Strecke ist in den aktuellen Plänen allerdings nicht vorgesehen. Die Pendlerinitiative ist allerdings optimistisch, dass die Erweiterung langfristig kommt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 12.07.2018 | 17:00 Uhr

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