Stand: 09.11.2019 17:00 Uhr

Bad Segeberg: 1.500 Menschen bei Demo gegen rechts

In Bad Segeberg haben nach Angaben der Polizei 1.500 Menschen für eine offene Gesellschaft demonstriert. Die Initiative "Segeberg bleibt bunt" hatte dazu aufgerufen. Der Hintergrund: Seit Ende September ist eine Gruppe aus etwa 15 Rechtsextremisten in Bad Segeberg und Umgebung auffällig geworden - Kopf der Gruppe ist Bernd T. Er wurde wegen verschiedener Gewalttaten zwei Mal verurteilt. Unter anderem verletzte er einen Obdachlosen so sehr, dass dieser starb. Kurz nach seiner jüngsten Haftstrafe tauchte er in Bad Segeberg auf.

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Hunderte demonstrieren in Bad Segeberg gegen rechts

Schleswig-Holstein Magazin -

Hunderte Menschen haben in Bad Segeberg gegen Neonazis und rechte Gewalt demonstriert. Der Protest richtete sich gegen die Gruppe um einen verurteilten Rechtsextremen, der ein rechtsextremes Netzwerk aufbauen will.

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Rechte Gegendemo verboten

Die Gruppe verteilte Aufkleber in und um Bad Segeberg und war zeitweise sehr präsent in der Stadt. Als etwa 20 Bürger in Sülfeld diese entfernten, wurden zwei von ihnen von einem 23-Jährigen aus dem Umfeld von T. angegriffen - mit Pfefferspray und einem Faustschlag. Man wolle sich nicht einschüchtern lassen, hieß es von den Initiatoren der Demonstration. Auch nicht, als kurzfristig eine rechte Gegendemonstration angemeldet wurde. Diesen Gegenprotest hatte der Kreis Segeberg noch am Freitag verboten.

Bad Segeberger demonstrieren gegen rechts

Auch "Omas gegen rechts" dabei

Der Protest wurde von zahlreichen Einzelpersonen und Initiativen aus verschiedenen Kreisen unterstützt, wie zum Beispiel von den "Omas gegen Rechts" aus Lübeck und Hamburg. Der Protestmarsch verlief nach Angaben der Polizei friedlich, auch als vereinzelt Personen des rechten Spektrums am Rande der Demonstration aufgetaucht waren.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 09.11.2019 | 17:00 Uhr

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