Stand: 15.11.2019 07:43 Uhr

B404-Ausbau bei Lütjensee dauert deutlich länger

Eigentlich sollte der dreispurige Ausbau der Bundesstraße 404 bei Lütjensee kurz vor Weihnachten 2019 fertig sein. Doch der Ausbau im Kreis Stormarn verzögert sich um mehrere Monate. Laut Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV.SH) wurden an einer 56 Jahre alten Brücke gravierende Baumängel entdeckt, die behoben werden müssen. Dadurch verzögert sich die Fertigstellung. Die Arbeiten an dem rund vier Kilometer langen und zehn Millionen Euro teuren Teilstück sollen nun im Frühjahr 2020 abgeschlossen sein.

Problem unter dem Brücken-Asphalt

Wie der LBV.SH mitteilte, hatten Arbeiter 1963 beim Bau der Brücke die obere sogenannte Bewehrung falsch eingebaut. Sie lag erst in rund 20 Zentimeter Tiefe. Außerdem war die Bewehrung ohne Verbund zum umgebenden Beton. Die Brücke überführt die B404 über die Gemeindestraße "Zum Moor" und sollte im Zuge der Gesamtmaßnahme lediglich saniert und verstärkt werden.

Dritte Spur soll Unfallrisiko reduzieren

Die Bundesstraße 404 verbindet im Kreis Stormarn die A1 mit der A24. Sie ist aber auch einer der Unfallschwerpunkte in Südholstein. Seit 2015 kam es auf dem Abschnitt zu 68 Unfällen. Um sie verkehrssicherer zu machen, wird bei Lütjensee der dritte Teilabschnitt der B404 dreispurig ausgebaut.

Der zusätzliche Fahrstreifen soll in beide Richtungen wechselseitig als Überholspur dienen - und so das Unfallrisiko reduzieren. Für die Bauzeit ist die Bundesstraße zwischen den Anschlussstellen Lütjensee-Schönberg und Lütjensee-Grönwohld voll gesperrt. Der Verkehr wird durch Lütjensee umgeleitet, auch die Lkw.

Karte: Gesperrte Strecke der B404 bei Lütjensee

Wie es auf den Straßen aussieht, erfahren Sie immer aktuell auf den Seiten unseren Verkehrsstudios.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 15.11.2019 | 06:00 Uhr

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