Ein Verkehrsschild, was eine Baustelle kennzeichnet.  Foto: Wolfram Steinberg

Aufholprogramm sorgt für Baustellen-Fülle in SH

Stand: 10.09.2021 05:00 Uhr

Baustellen, Fahrbahnverengungen, Umleitungen: Autofahrer in Schleswig-Holstein haben es aktuell nicht leicht. Grund dafür ist eine Art Aufholprogramm, um die Straßen instand zu setzen.

Seit drei Jahren wird in Schleswig-Holstein der Sanierungsstau auf den Straßen abgebaut. Konkret investiert das Land seit 2018 laut Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) jährlich rund 90 Millionen Euro. Damit werden aktuell zumindest die dringendsten Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehören beispielsweise die Fahrbahnerneuerungen auf der B430 bei Lütjenburg (Kreis Plön) oder der Ausbau der B5 bei Husum (Kreis Nordfriesland).

Karte: Baustellen in Schleswig-Holstein

Kleine Schäden wurden größer

Weil so lange nichts passiert war, sind aus zunächst kleinen Schäden große geworden. Entsprechend verlängert sich jeweils die Bauzeit - die Kosten steigen. Durch Geld von Bund und Land könnten Autofahrer jetzt das Gefühl haben, dass alles auf einmal saniert wird , sagt Christoph Köster vom LBV. Doch die Zahl der Baustellen nehme schon seit 2018 zu. "Und die Zahl bleibt auch hoch", sagt Köster, "es sei denn, das Geld geht aus."

Baustellen noch bis 2030

Der Sanierungsstau hat laut Landesbetrieb inzwischen ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund einer Milliarde Euro erreicht. Da könnten die jährlichen 90 Millionen Euro wie ein Tropfen auf den heißen Stein wirken. Die große Zahl an Baustellen wird den Autofahrern noch mindestens bis 2030 Geduld abverlangen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 10.09.2021 | 08:00 Uhr

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