Stand: 20.12.2018 14:55 Uhr

Asbest: Reinbeker Schüler ziehen in Container

Für die Schüler des Schulzentrums in Reinbek (Kreis Stormarn) stehen ab dem nächsten Jahr spezielle Bürocontainer als Unterrichtsräume bereit. Wegen einer hohen Asbestbelastung sind seit rund zwei Wochen alle Räume der Schule gesperrt. Das Gebäude soll nun saniert werden. Solange sollen sich dort weder Schüler noch Lehrer aufhalten, heißt es von der Stadt Reinbek.

44 Container auf zwei Etagen

"Die ersten Container für die Verwaltung stehen bereits. Im Januar sollen dann die ersten Unterrichtsräume folgen", teilt die Stadt auf ihrer Webseite weiter mit. Es ist geplant, dass etwa 44 Container auf mindestens zwei Etagen am Schulzentrum Mühlenredder aufgestellt werden. Dafür soll eine BMX-Bahn eingeebnet und Parkplätze freigeräumt werden.

Baubehörde sieht noch keinen Handlungsbedarf

Ein Gutachten soll klären, wie die hohen Asbestwerte zustande kommen. Ehe nicht erste Ergebnisse vorliegen, sieht die oberste Baubehörde im Innenministerium keinen Handlungsbedarf, andere - möglicherweise baugleiche - Schulen zu kontrollieren oder die Asbest-Richtlinie anzupassen.

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Förderschule zieht auf Gelände einer Grundschule

Auf dem Gelände des Schulzentrums Reinbek gibt es eine Gemeinschaftsschule, auf der die Klassen 5 bis 13 unterrichtet werden. Außerdem gibt es eine Förderschule, die Amalie-Sieveking-Schule. Die wird für die Zeit der Sanierung in Schulcontainer auf dem Gelände der Grundschule Klosterbergen ziehen.

Asbest: Eigenschaften und Gesundheitsgefahren

Asbest ist die Bezeichnung für eine Gruppe natürlich vorkommender, feinfaseriger Minerale. Da Asbest außerordentlich hitze- und weitgehend chemikalienbeständig ist, wurde er in der Vergangenheit in vielen Produkten eingesetzt und auch im Baubereich häufig genutzt. Die Faserstruktur macht Asbest jedoch bei der Gewinnung, Verwendung und Entsorgung gefährlich. Asbest spaltet bei mechanischer Beanspruchung in eine Vielzahl sehr feiner Fasern auf. Diese können mit der Atemluft in den Körper gelangen und lebensbedrohliche Erkrankungen (Asbestose, Lungenkrebs, Mesotheliome) auslösen. Die von Asbest ausgehenden Gesundheitsgefahren führten 1995 zu einem Verbot des Inverkehrbringens (Herstellung, Vermarktung und Verwendung) von Asbestprodukten in Deutschland. Die Europäische Union beschloss 1999 einen vollständigen Ausstieg aus der Asbestverwendung. (Quelle: Umweltbundesamt)

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 20.12.2018 | 14:00 Uhr

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