Stand: 27.08.2020 18:12 Uhr

Anklage erhoben: Tod auf der Ostsee vorgetäuscht

Die Kieler Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen 53-Jährigen erhoben, der mit einem Bootsunfall seinen Tod vorgetäuscht haben soll. Die Anklage lautet auf gemeinschaftlichen versuchten Betrug im besonders schweren Fall in 14 Fällen, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte. Er soll zusammen mit seiner mitangeklagten Ehefrau und seiner Mutter seit August 2018 insgesamt 14 Lebens- und Unfallversicherungen mit einem Gesamtvolumen von mehr als 4,1 Millionen Euro bei verschiedenen Versicherungen abgeschlossen haben. Im Falle einer Verurteilung müssen die Angeklagten mit einer mehrjährigen Haftstrafe rechnen.

In Millionenhöhe versichert

Um die Auszahlung der Versicherungsprämien an die Ehefrau und die Mutter zu bewirken, soll der Kieler im Oktober vergangenen Jahres einen Bootsunfall auf der Ostsee inszeniert haben. Seine Frau meldete ihn am 10. Oktober 2019 als vermisst. Sein gekentertes Motorboot wurde vor Schönberg (Kreis Plön) gefunden - von dem Mann keine Spur. Laut Staatsanwaltschaft Kiel ermittelten Beamte, dass das Boot manipuliert worden war und der Vermisste 2018 mehrere Lebensversicherungen in Millionenhöhe zugunsten seiner Frau und seiner Mutter abgeschlossen hatte. Spuren führten schließlich nach Niedersachsen. Im Mai wurde der mutmaßliche Haupttäter auf dem Dachboden im Haus seiner Mutter in Schwarmstedt (Niedersachsen) vor Auszahlung der Versicherungsprämien festgenommen.

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Justitia. © imago Foto: Ralph Peters

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Nachrichten für Schleswig-Holstein | 27.08.2020 | 18:00 Uhr

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