Stand: 13.08.2019 12:58 Uhr

Alltagsrassismus in SH nimmt zu

Immer mehr Menschen in Schleswig-Holstein lassen sich nach Angaben des Landesdemokratiezentrums über Rechtsextremismus beraten. Von 2016 bis 2018 ist die Zahl der Beratungen um 50 Prozent gestiegen. Im vergangenen Jahr haben sich rund 730 Menschen Rat beim Landesdemokratiezentrum zum Thema Rechtsextremismus geholt.

Regionale Beratungsstellen geben Hilfestellung

Beraten lassen sich zum Beispiel Eltern, die rechtsextreme Musik bei ihren Kindern gefunden haben und von einem Experten wissen wollen, wie sie damit umgehen sollen. Außerdem wenden sich Schulen an das Landesdemokratiezentrum, die Probleme mit rechtsextremen Gruppen von Jugendlichen haben. Außerdem sind Menschen dabei, die in der Nachbarschaft auffällige Beobachtungen machen, wie zum Beispiel das hissen von rechtsextremen Fahnen in Gärten oder andere verbotene Symbole.

Nach Angaben der Beratungsstellen hat vor allem der Alltagsrassismus zugenommen und dies insbesondere auf dem Lande. Regionale Beratungsstellen gibt es in Flensburg, Itzehoe, Kiel und Lübeck. Außerdem sind mobile Beratungsteams im Land unterwegs.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 13.08.2019 | 12:00 Uhr

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