Stand: 18.07.2019 20:03 Uhr

Allianz für Meeresforschung soll Kräfte bündeln

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Durch die Allianz der führenden deutschen Institute soll die Klimaforschung und den Schutz maritimer Lebensräume voran bringen.

Die führenden deutschen Institute für Meeresforschung bündeln ab sofort ihre Kräfte. Dabei werden sie vom Bund und den norddeutschen Ländern unterstützt. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat dazu in Bonn eine Vereinbarung mit den norddeutschen Wissenschaftsministern unterschrieben. Die Anfang Juli gegründete Deutsche Allianz Meeresforschung soll bis 2022 mit 56,5 Millionen Euro gefördert werden.

Aus Schleswig-Holstein beteiligen sich unter anderem das Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel und das Helmholtz-Zentrum Geesthacht sowie die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel an der Forschungsallianz. Außerdem sind das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven sowie Institute in Oldenburg, Bremen, Hamburg, Rostock und Warnemünde mit an Bord. Schleswig-Holsteins Wissenschaftsministerin Karin Prien (CDU) sieht in der Zusammenarbeit große Chancen.

Entscheidender Beitrag zu unserer Zukunftssicherung

"Meeres- und Klimawissenschaften tragen entscheidend zu unserer Zukunftssicherung bei", sagte Karliczek. Erste institutsübergreifende Forschungen der Allianz sollen sich mit dem Schutz maritimer Lebensräume befassen und mit der Rolle der Meere im Kohlenstoff-Kreislauf. Die gemeinsame Forschung soll wichtige Erkenntnisse für die Klimapolitik bringen, so das Ziel der Bundesforschungsministerin.

Die deutsche Meeresforschung deckt ein breites Spektrum der Küsten-, Meeres-, Klima- und Polarforschung ab. Sie verfügt über Forschungsschiffe und -Stationen, Flugzeuge, Observatorien und Unterwasserfahrzeuge. Mit über 4000 Beschäftigten in Norddeutschland ist sie auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 18.07.2019 | 19:00 Uhr

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