Stand: 13.07.2019 10:20 Uhr

A23: Tanklastwagen nach zwölf Stunden geborgen

Der verunglückte Tanklaster kam neben der A23 am Fuß einer Böschung auf der Seite zum Liegen.

Ein verunglückter Lkw hat am Freitag bis zum frühen Sonnabend für eine Vollsperrung auf der A23 zwischen den Anschlussstellen Albersdorf (Kreis Dithmarschen) und Hanerau-Hademarschen (Kreis Rendsburg-Eckernförde) gesorgt. Nach Angaben der Autobahnpolizei hatte der Fahrer eines Tanklasters bei dichtem Nebel am Freitagmorgen gegen 6 Uhr die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Der Lkw kam von der Fahrbahn ab und stürzte etwa 15 Meter eine Böschung hinunter und blieb schräg zur Seite gekippt liegen. Erst zwölf Stunden später konnte der verunglückte Lkw geborgen werden. Nach Angaben der Polizei konnte die Sperrung am Samstagmorgen aufgehoben werden.

Fahrer schwer verletzt

Der 33-jährige Fahrer wurde laut Polizei dabei schwer verletzt und im Führerhaus eingeklemmt, seine Rettung gestaltete sich schwierig. Er konnte erst nach dreieinhalb Stunden aus dem Wrack befreit werden. Und auch die Bergung des Tankaufliegers war kompliziert. Denn der Laster hatte drei Kammern mit insgesamt 35.000 Liter Benzin, Diesel und E10 geladen. Der Plan, als Erstes die leicht entzündliche Ladung abzupumpen, musste verworfen werden. Die Pumprohre konnten aufgrund der Schräglage des Aufliegers nicht exakt festgemacht werden.

Langer Einsatz für 150 Feuerwehrleute

Zwischenzeitlich waren 150 Einsatzkräfte der Feuerwehren im Einsatz, versorgt wurden sie durch das DRK Dithmarschen und Steinburg. Die A23 wurde am Unglücksort in beide Richtungen gesperrt, ein Kran rückte an, hob den Auflieger wieder auf die Autobahn und am Abend konnte dann begonnen werden, die Tanks mit einem Spezialfahrzeug leerzupumpen. Gegen 21 Uhr konnten die Einsatzkräfte vermelden: "Tanks sind leergepumpt".

100.000 Euro Schaden

Der Tank war laut Polizei nicht beschädigt, sodass entgegen ersten Befürchtungen auch kein Kraftstoff ins Erdreich eingesickert ist. Der Schaden wurde auf mindestens 100.000 Euro geschätzt.

Blaulicht an einer Unfallstelle auf der A2. © TeleNewsNetwork

A23 stundenlang dicht nach Unfall mit Tanklaster

NDR 1 Welle Nord - Nachrichten für Schleswig-Holstein -

Nach einem Lkw-Unfall auf der A23 bei Hanerau-Hademarschen am Freitagmorgen war die Feuerwehr am späteren Abend noch immer mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. Ein Tanklaster war die Böschung hinabgestürzt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 12.07.2019 | 22:00 Uhr

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