Stand: 21.01.2020 12:27 Uhr

A21-Schäden: Gutachter soll Ursache klären

Woher kommen die Löcher in dem Asphalt der A21 zwischen Trappenkamp (Kreis Segeberg) und Wankendorf (Kreis Plön)? Ein Gutachter soll das jetzt klären. Darauf haben sich der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) zusammen mit den am Bau beteiligten Firmen geeinigt. Eine entsprechende Schiedsvereinbarung wurde unterzeichnet. "Damit vermeiden wir ein langwieriges gerichtliches Beweissicherungsverfahren", sagte der Direktor des LBV Torsten Conradt.

Löcher waren bis zu 15 Zentimeter groß

Von November 2016 bis September 2018 war die Fahrbahn der A21 zwischen Trappenkamp und Wankendorf abschnittsweise komplett erneuert worden. Die Sanierung kostete rund 46 Millionen Euro. Im Januar 2019 wurden die ersten Schäden in beiden Richtungen entdeckt. Dabei handelte es sich um kleinere Löcher von wenigen Millimetern bis zu größeren Schäden von bis zu 15 Zentimetern. Im Februar verhängte der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) deshalb ein Tempolimit von 80 km/h. Woher die Schäden kamen ist den Angaben zufolge nach wie vor unklar. Laut LBV war die Qualität der verwendeten Materialien fachlich einwandfrei. Auch bei der Abnahme der Fahrbahnabschnitte habe es demnach keinerlei Auffälligkeiten gegeben.

Gemeinsamer Gutachter wird eingesetzt

Inzwischen wurden die größeren Löcher von der Straßenmeisterei versiegelt. Autofahrer dürfen 120 Kilometer pro Stunde über die Strecke fahren. Aber wer ist Schuld an den Schäden? Nach Angaben des LBV drohte ein langes Gerichtsverfahren, weil verschiedene Firmen für den Bau der A21 in dem Bereich zuständig gewesen sind. Das konnte jetzt abgewendet werden. Alle Firmen haben sich demnach auf einen gemeinsamen Gutachter der Technischen Universität Darmstadt geeinigt. Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) zeigte sich mit dem Kompromiss zufrieden: "Alles, was einer Beschleunigung des Verfahrens dient, ist gut für alle Beteiligten - vor allem aber für die zigtausend Pendler, die täglich auf dieser wichtigen Ost-West-Verbindung unterwegs sind."

Neue Sanierung frühestens 2021

LBV.SH-Direktor Torsten Conradt hofft, dass der Grund für die rätselhaften Schäden bis Mitte des Jahres feststeht. Im schlimmsten Fall müsste auf dem zehn Kilometer langen Teilstück der komplette Asphalt erneuert werden. Dies würde laut Landesbetrieb bis zu sieben Millionen Euro kosten. Die Arbeiten könnten wegen der geplanten Sanierung der Bundesstraße 205 aber erst 2021 starten. Der Landesbetrieb rechnet mit einer Dauer von bis zu zwei Monaten pro Fahrtrichtung.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 21.01.2020 | 13:00 Uhr

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