Stand: 18.01.2021 15:02 Uhr

Mäusebussard kollidiert mit Auto - und hat Glück im Unglück

Sie sitzen am Rand von Autobahnen und spähen auf Beute: Mäusebussarde entdeckt man häufig aus dem Auto, wie sie darauf warten, dass unvorsichtige Hasen oder Dachse auf die Fahrbahn hinauslaufen - und zur nächsten Mahlzeit werden. Oft werden die Greifvögel aber auch selbst vom Auto erwischt. Und manchmal haben sie großes Glück im Unglück: wie am vergangenen Wochenende, als ein Mäusebussard in der Front eines Autos eingeklemmt wurde und den Unfall gut überlebte.

Ein Bussard, der im Motorraum eines Autos eingeklemmt ist. © Polizeidirektion Lübeck Foto: Polizeidirektion Lübeck
Eine missliche Lage für den Greifvogel, aus der er sich nicht aus eigener Kraft befreien konnte.
Kein Hals- aber Beinbruch

Eine 72 Jahre alte Hamburgerin war am Sonnabend mit ihrem Wagen auf der A1 Richtung Norden unterwegs, als im Kreis Ostholstein bei Ratekau ein Mäusebussard mit ihrem Wagen kollidierte. Nach Angaben eines Polizeisprechers fuhr die Frau an der nächsten Anschlussstelle ab und fand den Vogel im Kühlergrill - lebend und bis auf ein gebrochenes Bein wohlauf. Jetzt geht es für das Tier in die Reha in einen Vogelpark - dort soll er gesundgepflegt werden.

Gut getarnter Jäger im Wald

Mäusebussarde gehören zu den häufigsten Greifvogel-Arten in Deutschland. Sitzt er auf Zaunpfählen oder kreist über Feldern, ist er meist gut zu sehen - sein oft geschecktes weißes bis dunkelbraunes Gefieder erlaubt ihm eine gute Tarnung. Nach Angaben des Naturschutzbundes werden die Tiere in der Regel zwischen 46-58 Zentimeter groß und ernährt sich - wie der Name schon sagt - von Mäusen, aber auch anderen Kleinsäugern, wie Kaninchen und Maulwürfen. Im Winter stehe aber hauptsächlich Aas auf dem Speiseplan, dass sich der Mäusebussard gerne von Autobahnen holt.

Weitere Informationen
Ein Seeadler wird von zwei Menschen freigelassen. © dpa Bildfunk Foto: Carsten Rehder, dpa Bildfunk

Zurück in die Freiheit: Seeadler fliegt wieder

Ein Seeadler, der mit einer Bleivergiftung in der Nähe von Kiel gefunden wurde, ist wieder gesund. Der Vogel wurde am Dienstag ausgewildert. Vermutlich hatte er Reste von Munition gefressen. mehr

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 18.01.2021 | 16:30 Uhr

Nachrichten aus Schleswig-Holstein

Archivaufnahme des Arbeitslagers Kiel-Russee © NDR Foto: Screenshot, SHMag

Zeitreise: Vergessene Akten aus dem Kieler Archiv

Zum ersten Mal werden Dokumente veröffentlicht, die über das Leid von Menschen während der NS-Zeit berichten. mehr

Videos