30.000 Schweine in SH können nicht geschlachtet werden

Stand: 14.10.2020 08:47 Uhr

Stau in den Schlachthöfen in SH: Zehntausende Schweine müssen wegen fehlender Kapazitäten vorerst in den Ställen bleiben. In einem Betrieb in NRW kann wegen Corona nur eingeschränkt gearbeitet werden.

30.000 schlachtreife Schweine in Schleswig-Holstein bleiben aktuell in ihren Ställen. Hintergrund sind nach Angaben des Bauernverbandes Corona-Auflagen in einer Großschlachterei in Nordrhein-Westfalen. Verstärkt wird die Situation, weil es in einem Betrieb in Niedersachsen einen Corona-Fall gibt und auch dort deshalb nur eingeschränkt gearbeitet werden kann. Wenn nicht bald Abhilfe geschaffen werde, könne das Tierwohl nicht mehr gewährleistet werden, sagte ein Sprecher des schleswig-holsteinischen Bauernverbandes.

Krisengespräche mit der Branche

In der größten Schlachterei des Landes in Kellinghusen (Kreis Steinburg) können laut Landwirtschaftsministerium nur knapp 50 Prozent der schlachtreifen Schweine aus Schleswig-Holstein verarbeitet werden. Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) suchte nach eigenen Angaben das Gespräch mit den Beteiligten in NRW. Dort will man nach ersten Rückmeldungen an ersten Nachbesserungen arbeiten, um die Auslastung anzuheben. Um das Nadelöhr in Schleswig-Holstein ein wenig zu umgehen, schlägt Albrecht vor, die Zerlegung zu verlagern. So sollten ganze Schweinehälften direkt in de Verkauf gehen, dann könnte schneller weiter geschlachtet werden.

Bereits am Dienstag hatte es ein Treffen mit Branchenvertretern aus Schleswig-Holstein gegeben.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 14.10.2020 | 06:00 Uhr

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