Blick auf die Apotheke der Artlandkaserne in Quakenbrück. © dpa-Bildfunk Foto: Sina Schuldt

Quakenbrück: Spahn spricht von vorsichtigen Öffnungen

Stand: 14.05.2021 13:39 Uhr

Jens Spahn (CDU) hat am Freitagvormittag die Kaserne in Quakenbrück (Landkreis Osnabrück) besucht. Der Bundesgesundheitsminister machte sich ein Bild vom Versorgungszentrum für Corona-Impfstoffe.

Bei seinem Besuch in Niedersachsen sprach Spahn auch über Fortschritte im Kampf gegen das Coronavirus. Die 7-Tage-Inzidenz sei bundesweit erstmals seit dem 20. März unter den Wert 100 gesunken. Dies gebe Anlass zu Zuversicht - und Hoffnung auf Öffnung beziehungsweise das Zurücknehmen von Beschränkungen. Ihm sei es wichtig, dass diese Maßnahmen mit ausgedünnter Teilnehmerzahl und Abstands- und Hygienekonzepten vorerst im öffentlichen Raum geschehen, beispielsweise bei in der Außengastronomie, kleinen Konzerten oder beim Fußball. "Ich kann nur bei den Ländern und Landkreisen dafür werben, dass wir insbesondere bei der Innengastronomie warten, bis wir unter 50er Inzidenzen sind."

Spahn zu Urlaub: "Lieber Nordsee als Südsee"

Mit Blick auf den Sommer warb Spahn in Quakenbrück für regionalen Urlaube. "Ich verstehe die Sehnsucht, aber wir sind eben noch in der Pandemie." Im Zweifel sei es nicht die weite Reise, sondern "eher Nordsee als die Südsee". Auf unnötige Reisen solle man weiterhin verzichten. Spahn mahnte: "Wie der Juli und August werden, das entscheidet sich in den nächsten sechs Wochen."

1,35 Millionen Dosen: Impf-Tagesrekord am Mittwoch

Der Bundesgesundheitsminister meldete sich am Freitag auch digital zu Wort. Auf Twitter teilte Spahn mit, dass am Mittwoch mit 1,35 Millionen verabreichten Dosen ein Impf-Tagesrekord erreicht worden sei. Damit seien 29,8 Millionen Menschen in Deutschland mindestens einmal geimpft, was einem Anteil von 35,9 Prozent entspricht. 8,8 Millionen Menschen (10,6 Prozent) hätten bereits die zweite Impfung erhalten. Angesichts der bevorstehenden Aufhebung der Priorisierung mahnte Spahn zu Geduld. Die Maßnahme bedeute nicht, dass sofort alle geimpft werden könnten. "Wir werden schon noch einige Wochen brauchen."

Irritationen nach Stopp von Erstimpfungen

Während Spahn in Quakenbrück über den Impffortschritt und die Aufhebung der Priorisierung sprach, sollen in Niedersachsen die Erstimpfungen in Impfzentren trotz des angekündigten Stopps nun doch stattfinden. Zunächst hatte die Landesregierung den Stopp angekündigt, da man sich auf die Zweitimpfungen konzentrieren wolle. Am Freitag hieß es, dass die meisten Termine dennoch durchgeführt werden können. "Wir rechnen nicht damit, dass großflächig Impfungen abgesagt werden müssen, die bereits terminiert und mit Impfstoff hinterlegt waren", sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Die Ankündigung hatte für Kritik in den Landkreisen und bei der Opposition gesorgt. Rund 590.000 Niedersächsinnen und Niedersachsen stehen derzeit auf den Wartelisten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 14.05.2021 | 06:30 Uhr

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