Die Handout-Grafik der Meyer-Werft zeigt die Studie für eine neue, 150 Meter lange Megajacht "ONE 50", die einen emissionslosen Batterie-Antrieb bekommen soll. © Meyer-Werft/dpa

Papenburger Meyer Werft baut künftig auch Luxusjachten

Stand: 23.09.2021 15:56 Uhr

Wegen der Krise auf dem Kreuzfahrt-Markt erweitert die Papenburger Meyer Werft ihr Angebot. Künftig will das Unternehmen auch Luxusjachten mit einer Länge von bis zu 150 Metern bauen.

Die Werft setzt dabei auf umweltfreundliche Antriebsarten mit Brennstoffzellen und Batterien. Das erste Modell der Werft hat Platz für 44 Gäste und bietet neben Pool und Kino auch einen Billardsalon. Es wurde von Deutschlands größtem Schiffbaubetrieb auf der Monaco Yacht Show vorgestellt. Sollte die von Meyer projektierte "ONE 50" gebaut werden, würde sie zu den zehn größten Jachten weltweit zählen. Der Studie nach soll sie mit einer elektrischen Leistung von 25.000 Kilowatt bis zu 23 Knoten schnell sein.

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Große Konkurrenz in Norddeutschland

"Wir sind Experten im Bau von Spezialschiffen, das haben wir schon oft bewiesen. Nun arbeiten wir daran, Megajachten noch größer und vor allem grüner zu machen", sagte Geschäftsführer Bernard Meyer laut Mitteilung der Werft. "Wir sehen aktuell, dass die Nachfrage nach Megajachten steigt und Platz für eine weitere Werft in diesem Segment ist." Beim Bau derartiger Schiffe sind deutsche Betriebe bereits führend. Meyer würde auf diesem Markt mit der Lürssen Werft und Abeking & Rasmussen in Bremen, der Lloyd Werft in Bremerhaven, Blohm+Voss in Hamburg und der Nobiskrug-Werft in Rendsburg (Schleswig-Holstein) konkurrieren.

Jachtbau soll Arbeitsplätze sichern

Die Werft hofft jetzt auf Aufträge in diesem Bereich, um damit trotz der stockenden Nachfrage bei Kreuzfahrtschiffen die meisten Arbeitsplätze an den Meyer-Standorten sichern zu können. In Papenburg sollen 450 Jobs wegfallen - darauf hatten sich Betriebsrat und Geschäftsführung nach langem Streit geeinigt.

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 23.09.2021 | 15:00 Uhr

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