Stand: 07.03.2018 08:15 Uhr

Osnabrücker Rat gibt Luftreinhalteplan frei

In Osnabrück herrscht dicke Luft - im wahrsten Sinne des Wortes. Die Belastung mit Stickoxiden ist in der Stadt besonders hoch. Osnabrück hat laut Deutscher Umwelthilfe "eine gute Chance", deswegen verklagt zu werden. Der sogenannte Luftreinhalteplan soll eine Klage verhindern, die Verkehrssituation verbessern und für saubere Luft sorgen. Am Dienstagabend hat der Stadtrat den Luftreinhalteplan freigegeben. Der Plan wird nun für die Dauer von einem Monat öffentlich zur Einsicht ausgelegt. Bürger und Verbände können bis zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist Stellungnahmen zum Entwurf abgeben.

Busse sollen elektrisch werden

Der Plan beinhaltet mehrere Maßnahmen: Neben neuen Elektrobussen und Filteranlagen für die bestehende Busflotte soll eine "umweltsensitive Verkehrsleitung" den Verkehr flüssiger durch die Stadt fließen lassen. Das bedeutet: An den Hauptverkehrsstraßen wird die Verkehrssituation beobachtet und die Belastung mit Stickoxiden gemessen. Durch eine intelligente Ampelschaltung und die Umleitung des Verkehrs auf andere Straßen soll es dann seltener stocken auf den Straßen.

Rat: Verantwortung liegt in Berlin

Die Grünen hatten unter anderem gefordert, dass die im Luftreinhalteplan genannten Ziele bereits 2020 erreicht werden sollen, zwei Jahre früher als bislang vorgesehen. Ebenso solle mit einem Appell an die Bundesregierung die Einführung einer Blauen Plakette für relativ saubere Dieselfahrzeuge erreicht werden. Von dieser Idee hielten die meisten anderen Ratsmitglieder allerdings nicht sehr viel. Einig waren sich hingegen alle Fraktionen, dass die eigentliche Verantwortung in Berlin läge. Die Bundesregierung müsse endlich mehr Druck auf die Autoindustrie ausüben.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 07.03.2018 | 06:30 Uhr

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