Stand: 03.02.2018 10:01 Uhr

Osnabrücker Polizei: 125 Tweets für Transparenz

In der Polizei-Leitstelle Osnabrück nehmen 80 Mitarbeiter im Schichtdienst den Notruf 110 entgegen. Sie unterstützen Ersthelfer telefonisch und leiten Einsätze von Polizei, Feuerwehr sowie Rettungsdienst ein. Bürger bekommen davon normalerweise nicht viel mit. Das hat sich in Osnabrück und in der Netzwelt nun geändert. Vom späten Freitagnachmittag bis nach Mitternacht meldete die Kooperative Leitstelle ihre Einsätze unter #110live nun bei Twitter.

125 Tweets - ganz unterschiedliche Einsätze

"Wir haben unser Ziel, der Bevölkerung einen Einblick in die tägliche Arbeit der Polizei zu geben, erreicht", sagte Marco Ellermann, Pressesprecher der Polizeidirektion. Die Aktion sei bei den Usern sehr gut angekommen. Die 125 Tweets hätten die große Bandbreite der polizeilichen Arbeit widergespiegelt. Zwei Beispiele, die wohl unterschiedlicher nicht sein könnten: Ein Hundebesitzer vermisste seine Tiere, meldete sich bei der Polizei. Schlussendlich stellte sich heraus, dass er seine Hunde daheim gelassen hatte. Ernster ging es für die Beamten und die Beteiligten bei einem Überfall auf eine Tankstelle zu.

Guter Einblick am Freitagabend

Einzelheiten zu den Einsätzen waren aus Datenschutzgründen tabu, so Sprecher Ellermann. Man habe bewusst den Freitagabend für die Aktion gewählt, so Nadine Kluge-Gornig von der Polizeidirektion. Viele hätten dann bereits Feierabend und Zeit, sich damit auseinanderzusetzen. Außerdem eigne sich ein Wochenend-Abend auch wegen der höheren Anzahl der Einsätze besser als beispielsweise ein Montag. Bereits im vergangenen Jahr gab es laut der Sprecherin bereits eine ähnliche Social-Media-Aktion von der Osnabrücker Polizei: Damals wurde live aus einem Streifenwagen getwittert.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 02.02.2018 | 17:00 Uhr

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