Stand: 07.04.2020 08:40 Uhr

Niederländische Grenze: "Intensivierte" Kontrollen

Ein Polizeibeamter steht in einer neongelben Weste mit einer Kelle auf einem Parkplatz. © Polizeidirektion Osnabrück Foto: Polizeidirektion Osnabrück
Die Kontrollen an der deutsch-niederländischen Grenze sollen "intensiviert" werden. So strenge Regeln wie an der Grenze nach Österreich etwa sind aktuell nicht geplant. (Themenbild)

Sämtliche Grenzübergänge zwischen Niedersachsen und den Niederlanden bleiben für Berufspendler offen. Über die Quarantäne-Regelung für Reisende hinaus seien "Stand heute" keine weiteren Maßnahmen geplant, hieß es am Montag aus dem Bundesinnenministerium. Berichten zufolge hatte Innenminister Horst Seehofer (CSU) eine Ausweitung der Grenzkontrollen befürwortet. Dabei ging es den Angaben zufolge neben den Niederlanden auch um Polen, Tschechien und Belgien.

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"Intensivierte Kontroll- und Fahndungsmaßnahmen"

Allerdings soll es an allen Grenzen "intensivierte Kontroll- und Fahndungsmaßnahmen" geben, so das Innenministerium. Wie genau diese aussehen sollen, ist nicht bekannt. Bei Anhaltspunkten für eine Infektion mit dem Coronavirus würden die Beamten vor Ort in Abstimmung mit der jeweiligen Gesundheitsbehörde über das weitere Vorgehen beraten, hieß es weiter.

56.000 Berufspendler im Grenzgebiet

Verschärfte Einreiseregeln an der niederländischen Grenze würden laut Ems-Dollart-Region rund 40.000 deutsche und 16.000 niederländische Berufspendler treffen, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet. In der Stadt Bad Bentheim wohnen viele Niederländer, sagte Bürgermeister Volker Pannen (SPD). "Wir haben einen großen Bevölkerungsanteil aus den Niederlanden. Hier in der Stadt sind es mehr als 2.000 Mitbürgerinnen und Mitbürger. Die arbeiten mehrheitlich in den Niederlanden und haben natürlich auch ihre Familienkontakte in den Niederlanden. So würde das gerade diese Bevölkerungsgruppe in besonderer Weise treffen."


07.04.2020 08:35 Uhr

Hinweis der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels hieß es, dass 400.000 deutsche Berufspendler betroffen sind. Das ist nicht richtig, die korrekte Zahl lautet 40.000. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen.

 

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