Stand: 05.06.2020 15:15 Uhr

Museum Kalkriese auf der Spur der Migration

Auf einer transparenten Oberfläche wird die Völkerwanderung veranschaulicht. © dpa - Bildfunk Foto: Friso Gentsc
Die Völkerwanderung veranschaulicht auf einer Infotafel im Varusschlacht-Museum.

Woher stammen wir und unsere Ahnen? Antworten auf diese Fragen will eine neue Sonderausstellung im Varusschlacht-Museum in Kalkriese bei Bramsche geben. "Zwei Millionen Jahre Migration" heißt die Schau, die noch bis 25. Oktober läuft.

Europäer aus Anatolien

Die ersten sesshaften Menschen in Europa etwa kamen aus Anatolien. Sie siedelten sich vor etwa 7.500 Jahren an und lösten hier die Jäger und Sammler ab. Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf der sogenannten Völkerwanderung nach dem Zusammenbruch des römischen Reiches.

Aus Osnabrück nach Amerika

Germanische Gruppen machten sich auf Wanderschaft - der Auslöser, wie heute, war oft wirtschaftliche Not. Auch slawische Völker zogen gen Westen und prägten Osteuropa und Deutschland. Die Ausstellung schließt mit den Amerika-Auswanderern aus dem Osnabrücker Land im 18. und 19. Jahrhundert.

Vorreiter aus Mettmann

Zum Teil greift die Schau auf eine vom Neanderthal Museum in Mettmann (Nordrhein-Westfalen) entworfene Ausstellung zurück. Das Kalkrieser Museum habe diese dann um regionale Aspekte erweitert, sagte der Geschäftsführer des Museumsparks, Stefan Burmeister.

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Vermutetes Gelände der Varusschlacht in Kalkriese bei Osnabrück © Friso Gentsch, picture-alliance/ dpa Foto: Friso Gentsch

Mythos Varusschlacht

Mit einer List besiegen die Germanen unter Arminius im Jahr 9 die Truppen des römischen Feldherrn Varus. Die Schlacht wird in der deutschen Geschichte später mythisch verklärt. (09.10.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 05.06.2020 | 08:00 Uhr

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