Stand: 02.10.2018 18:59 Uhr

Moorbrand: Schadensbüro nimmt Arbeit auf

Seit Montag nimmt die Bundeswehr die Schäden auf, die durch den wochenlangen Moorbrand im Emsland entstanden sind. In der dafür eingerichteten Annahmestelle arbeiten seit dem frühen Morgen fünf Bundeswehrangestellte: Sie nehmen Anrufe, Briefe und E-Mails entgegen. Montags bis donnerstags zwischen 8 und 17 Uhr sowie freitags von 8 bis 13 Uhr ist das Schadensbüro persönlich oder telefonisch unter (05931) 43 17 77 zu erreichen, die E-Mail-Adresse lautet BwDLZLeerSchadenannahme@bundeswehr.org.

Landvolk vertritt betroffene Landwirte

Persönliche Gespräche waren am ersten Tag selten, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet. Betroffene Landwirte lassen ihre Interessen demnach vom Landvolk vertreten. Bislang haben sich rund 30 Landwirte aus Stavern und umliegenden Ortschaften dort gemeldet. Bauern konnten ihre Kartoffelernte im Sperrgebiet nicht einholen und die Aussaat von Wintergetreide habe sich durch den Moorbrand verzögert, sagte der Meppener Landvolk-Geschäftsführer Michael Feld. Am Donnerstag wird ein Gutachter die Schäden dokumentieren, hieß es.

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Bundeswehr verspricht unbürokratische Abwicklung

Auch die schweren Löschgeräte haben Spuren auf den Äckern hinterlassen. Wie groß der Schaden ist, soll ein Gutachter am Donnerstag ermitteln. Darauf hat sich das Landvolk mit der Bundeswehr verständigt. Die Schadensannahmestelle der Bundeswehr in Meppen will Regressansprüche unbürokratisch regeln. Trotzdem müssen Schäden zum Beispiel durch Fotos belegt werden. Immerhin gehe es um Steuergelder, so ein Sprecher.

Weitere Aufklärungsflüge geplant

Derweil ist der Moorbrand noch nicht gelöscht. Die Zahl der Einsatzkäfte lag am Montag bei 840. Am Dienstag sollen weitere Tornadoflüge Aufschluss über Glutnester im Moor geben. Indessen hat es weitere Fälle von Sabotage gegeben: Nachdem Schläuche aufgeschlitzt worden waren, sind jetzt Adapter für Wasserschläuche gestohlen worden.

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Dieses Thema im Programm:

Niedersachsen 18.00 | 01.10.2018 | 18:00 Uhr

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