Stand: 01.10.2018 18:33 Uhr

Moorbrand: Helfer bleiben doch bis zum Wochenende

Im Kampf gegen den Moorbrand auf einem Bundeswehrtestgelände nahe Meppen sollen die zivilen Helfer wohl bis zum Wochenende von der Bundeswehr komplett abgelöst werden. Der Austausch der Freiwilligen Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks (THW) sei ein längerer Prozess, sagte ein Sprecher der Bundeswehr am Montag. Verwirrung gab es, weil laut der Pressemitteilung vom Freitag der Abzug bereits am Montag erledigt sein sollte. Von der Ablösung durch eigene Kräfte schrieb das Heer, während am Tag darauf nur noch von der Fortführung der "Planungen zur weiteren Herauslösung ziviler Kräfte" die Rede war. Die Zahl der Feuerwehren und der THW-Einsatzkräfte werde "sukzessive heruntergefahren", so der Sprecher. Konkret bedeutet das: Derzeit sind noch 470 zivile Kräfte im Einsatz, 60 weniger als am Sonntag. Unterstützt werden diese derzeit von 100 Feuerwehrleuten der Bundeswehr und 360 Soldaten.

Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und des THW stehen neben einem Wald unweit des brennenden Moorgebiets bei Meppen.

Welches Nachspiel hat der Moorbrand bei Meppen?

Hallo Niedersachsen -

Mehrere Wochen hat der Moorbrand im Emsland Einsatzkräfte und Anwohner in Atem gehalten. Noch immer schwelt das Feuer unterirdisch. Kosten und Schäden können noch nicht abgeschätzt werden.

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Wie viele Soldaten ersetzen zivile Helfer?

Wie viele Soldaten dann letztlich die Löscharbeiten übernehmen werden, steht noch nicht fest. Man müsse schauen, wie sich die Lage weiter entwickelt. Wichtig ist, dass am Ende der Brandschutz gegeben sei, wie der Sprecher weiter mitteilte. Am Wochenende waren noch mehrere Feuerwehren aus der Region Braunschweig zur Unterstützung ins Moor gefahren, weil die zivilen Helfer laut Bundeswehr erwartungsgemäß ausgetauscht werden mussten.

Moorbrand: Glutnester-Suche geht weiter

Die Lage im Moor sei weiterhin stabil, teilte die Bundeswehr mit. In der Nacht auf Sonntag habe es noch ein oberirdisches Feuer gegeben, das gelöscht wurde. Ansonsten schwelt der Brand nur noch unter der Erde. Wo genau und in welcher Tiefe, das untersuchen Fachleute: "Geologen des Geoinformationsdienstes der Bundeswehr intensivieren ihre Arbeiten auf dem Gelände mit Schwerpunkt im Westen", hieß es. Für Dienstag und Freitag sind zur Unterstützung der Suche nach Glutnestern weitere Aufklärungsflüge mit Tornados geplant.

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Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 29.09.2018 | 19:30 Uhr

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