Stand: 25.03.2019 18:33 Uhr

Moorbrand: 24 Unfälle bei den Löscharbeiten

Mehr als sechs Monate nach dem Ausbruch des Moorbrandes auf dem Bundeswehrgelände bei Meppen hat die Feuerwehr-Unfallkasse (FUK) Niedersachsen Bilanz gezogen. Diese war während des mehrwöchigen Moorbrandes im vergangenen Herbst die zentrale Meldestelle für alle Verletzten.

24 Unfälle gemeldet

Demnach war es bei den über einen Monat andauernden Löscharbeiten, bei denen zeitweise 2.000 Einsatzkräfte im Einsatz waren, zu insgesamt 24 Unfällen gekommen. Angesichts der Größenordnung und der Art des Einsatzes sei dies eine Bilanz, mit der man nicht unzufrieden sein müsse, sagte FUK-Geschäftsführer Thomas Wittschurky NDR 1 Niedersachsen.

Ein gebrochenes Sprunggelenk

Die angefallenen Behandlungskosten sollen sich bislang auf etwa 41.000 Euro belaufen. Diese können aber noch steigen: Die FUK Niedersachsen kommt auch für mögliche Spätfolgen auf. Die Daten zum Moorbrand-Einsatz werden dort 40 Jahre lang gespeichert. Die schwerste Verletzung sei ein gebrochenes Sprunggelenk gewesen, so der FUK-Geschäftsführer. Von den Feuerwehren aus dem Landkreis Emsland kam nach seinen Angaben niemand während des Moorbrandeinsatzes zu Schaden.

Gutachter untersuchen Umweltschäden

Der Moorbrand hatte sich am 3. September 2018 nach einem Waffentest mit einem Hubschrauber entzündet und war erst am 10. Oktober gelöscht worden. Der entstandene Schaden wurde von Umweltminister Olaf Lies (SPD) Ende Januar auf mindestens 50 Millionen Euro taxiert. Die Bundeswehr lässt derzeit von Gutachtern die Umweltschäden ermitteln. Ergebnisse werden im Spätsommer erwartet.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 25.03.2019 | 17:00 Uhr