Stand: 25.05.2018 11:45 Uhr

Landkreis Diepholz stoppt Bau an Feriendorf

Bis zu vier Geschosse sollen die Ferienhäuser haben, die am Dümmer See gebaut werden sollen. (Grafik)

Der Landkreis Diepholz hat die bereits laufenden Bauarbeiten für einen neuen Ferienpark bei Lembruch am Dümmer kurzfristig untersagt. Mitarbeiter des Landkreises kontrollierten das Gelände am Donnerstag nach einem Bericht des NDR. Dabei stellten sie fest, dass die Bauherren ohne Erlaubnis bereits mit Erd- und Planierarbeiten begonnen hatten. Die Arbeiten für ein mehrgeschossiges Gebäude seien nach entsprechenden Hinweisen sofort eingestellt worden, sagte Kreisrat Jens-Hermann Kleine gegenüber NDR 1 Niedersachsen. Der Landkreis prüfe nun, ob ein Bußgeld verhängt wird. Wie hoch die zu erwartende Strafe wäre, ließ Kleine offen.

Vögel fliegen über den Dümmer

Entschlammung: Im Dümmer wird ausgemistet

Hallo Niedersachsen -

Bevor die Sommersaison am Dümmer starten kann, müssen 50.000 Kubikmeter Schlamm vom Grund des Sees abgepumpt werden - ein Job für zwei niederländische Spezialisten.

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Bauherren wollen 140 Millionen Euro investieren

Auf dem Gelände des früheren Schoddenhof bei Lembruch planen Investoren ein großes Feriendorf mit insgesamt 300 Häusern. Obwohl die zuständige Samtgemeinde Lemförde noch keinen Bebauungsplan verabschiedet hat, seien bereits 54 Häuser reserviert, teilte am Mittwoch ein Sprecher der Gesellschaft auf Anfrage von NDR 1 Niedersachsen mit. Insgesamt sollen auf dem Areal 140 Millionen Euro für Immobilien, ein Restaurant und einen breiten Sandstrand ausgegeben werden.

500 Wohnungen sollen entstehen

Für Lemfördes Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe (parteilos) ist das Projekt im Ortsteil Lembruch wie ein Sechser im Lotto - und tatsächlich sprengt der geplante Freizeitpark alles bisher Dagewesene in der Region. In den 300 Häusern sollen etwa 500 Wohnungen mit 3.000 Betten entstehen. Lembruch selbst hat knapp über 1.000 Einwohner.

Bürgermeister hat keine Bedenken

Einen genauen Termin für die Ratssitzung der Samtgemeinde, in der der Bebauungsplan zur Abstimmung vorgelegt werden soll, gibt es noch nicht. Bürgermeister Scheibe geht vom kommenden Monat aus. Wie die bereits begonnenen Arbeiten zeigen, scheinen sich die Investoren auf die Zustimmung der Ratsmitglieder fest zu verlassen. Für Scheibe ist das kein Problem: Was die Grundstückseigentümer mit ihrem Boden machen, sei deren Sache, sagte der Bürgermeister vor dem Baustopp. Der Landkreis sieht das jedoch anders.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 25.05.2018 | 09:30 Uhr

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