VIDEO: Weihnachtsmärkte in Corona-Zeiten: Pro & Contra (3 Min)

Keine Absage: Weihnachtsmarkt in Lingen bleibt geöffnet

Stand: 25.11.2021 18:40 Uhr

Einige Stunden stand der Weihnachtsmarkt in Lingen auf der Kippe. Kaum eröffnet, wollten ihn mehrere Fraktionen im Stadtrat wegen der hohen Corona-Zahlen wieder schließen. Dazu kam es nicht.

Am Nachmittag beschloss der Stadtrat mit großer Mehrheit, den erst am Vormittag gestarteten Weihnachtsmarkt weiter geöffnet zu lassen. Zuvor hatten mehrere Fraktionen im Rat mit einem Eilantrag die Absage des Marktes gefordert, wie der NDR in Niedersachsen berichtet. Heiner Rehnen, der Fraktionsvorsitzende der Grünen und der Freien Wähler im Lingener Stadtrat sagte, die Gefahr sei zu groß, dass es zu vielen Neuinfektionen komme. Daher wolle seine Fraktion gemeinsam mit SPD und den Mitgliedern der "BürgerNahen" auf der Ratssitzung die Notbremse ziehen. Ihr Antrag wurde Stunden später abgelehnt.

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Händler: "Wir können nicht mehr"

Der Eilantrag hatte unter den Besuchern des Weihnachtsmarktes für Diskussionen gesorgt. Dass der Weihnachtsmarkt nicht stattfinden soll, hätte schon vor zwei Wochen entschieden werden können, sagen einige. Andere fänden ein Aus des Marktes "sehr schade". Kritik an den sich oft ändernden Vorgaben durch die Politik und dem Eilantrag übte auch Gastwirt und Glühweinhändler Markus Quadt. Das mache etwas mit der Psyche, sagte er. "Egal mit wem ich rede, wir können einfach nicht mehr. Dieses Hin und Her - das geht nicht. So wie es jetzt gelaufen ist, ist es für mich unbegreiflich."

CDU und FDP haben die Schließung verhindert

Im Lingener Stadtrat haben CDU und FDP die Mehrheit. Beide Fraktionen hatten früh signalisiert, ein Aus dem verhindern zu wollen. Es sei nicht zu vermitteln, warum Restaurants öffnen dürfen, aber Weihnachtsmarktbesuche unter 2G-Regeln und Maske verboten sein sollen, sagte der CDU Fraktionsvorsitzende Uwe Hilling.

Aufbau des Weihnachtsmarktes hat sechsstelligen Betrag gekostet

Eine Absage wäre für die Stadt Lingen teuer geworden: 30 Buden hätten geschlossen werden müssen, eine installierte Eislauffläche hätte abgetaut und ein 40 Tonnen schwerer Weihnachtsbaum abgebaut werden müssen. Der Aufbau hat die Stadt einen sechsstelligen Betrag gekostet. Im Falle einer Schließung hatten mehrere Standbetreiber angekündigt, eine Entschädigung fordern zu wollen. Dazu kommt es jetzt - vorerst - nicht.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 25.11.2021 | 15:00 Uhr

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