Stand: 30.12.2018 14:06 Uhr

Islamische Theologie: Weniger Studenten in Osnabrück

Nach Jahren des Anstiegs ist die Zahl der der Studenten im Fach islamische Theologie an der Universität Osnabrück erstmals gesunken. "Die Studenten haben keine Berufsperspektive", sagte Bülent Ucar, Professor für islamische Religionspädagogik und Mitglied der Deutschen Islamkonferenz, der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". Die Islamverbände würden die staatliche Theologenausbildung kaum nutzen, konstatiert Ucar. Wer sein Studium abschließt, könne kein Freitagsgebet in einer Moschee halten. So bleibe den Studenten nur der Beruf des Religionslehrers. Ucar fordert daher erneut ein Imam-Seminar, also eine Ausbildung von Predigern in einer unabhängigen Institution. Die Politik sehe die Verbände in der Verantwortung für die Ausbildung von Imamen. "Aber die Verbände tun selbst nicht genug, um wirklich unabhängig zu werden", so Ucar. Jeder gebe die Verantwortung weiter.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 30.12.2018 | 12:00 Uhr

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