Stand: 18.08.2020 14:27 Uhr

Gericht weist Klage auf Höhlen-Sicherung ab

Blick auf den Eingang vom Landgericht. © dpa-Bildfunk Foto: Friso Gentsch/dpa
Der Bund muss die Höhlen im Gertrudenberg in Osnabrück nicht absichern, entschieden die Richter. (Themenbild)

Im Rechtsstreit um die Standsicherheit eines mittelalterlichen Höhlensystems in Osnabrück hat das Landgericht die Klage eines Anwohners abgewiesen. Dessen Anspruch an den Bund, das Gelände abzusichern, sei nach Ansicht des Gerichts wegen des Ablaufs von Fristen erloschen, sagte ein Gerichtssprecher. Der Kläger hatte aufgrund eines Gutachtens einen möglichen Einsturz der Höhlen befürchtet und wollte deshalb den Bund dazu verpflichten, die Höhlen zu sichern. Während des Zweiten Weltkriegs war dort ein Luftschutzbunker eingebaut worden - wegen des Allgemeinen Kriegsfolgengesetzes sah der Kläger den Bund in der Pflicht. In diesem Zusammenhang liegen beim Landgericht noch weitere Klagen von Anwohnern. Im Gertrudenberg am Rand der Innenstadt war im Mittelalter Kalkstein abgebaut worden. Dadurch war das Höhlensystem entstanden, das später unter anderem als Bierkeller genutzt wurde. Der Bund hatte vor einigen Jahren vorgeschlagen, die Höhlen zu verfüllen, inzwischen stehen sie allerdings unter Denkmalsschutz. Gegen die Entscheidung ist Berufung vor dem Oberlandesgericht möglich.

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 18.08.2020 | 15:30 Uhr

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