Eine entschärfte und gesicherte Bombe wird in einem Lkw geladen. © NDR Foto: Josephine Lütke

Entwarnung in Osnabrück: Bombe entschärft

Stand: 17.10.2021 15:27 Uhr

Im Osnabrücker Stadtteil Schinkel ist am Sonntag ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Rund 10.000 Menschen mussten zuvor vorübergehend ihre Häuser verlassen.

Am frühen Nachmittag gab die Polizei dann über Twitter bekannt, dass die Bombe entschärft sei. Die Evakuierungsmaßnahmen seien aufgehoben. Etwa eineinhalb Stunden vorher hatte die Stadt mitgeteilt, dass der Sprengmeister seine Arbeit aufgenommen habe. Laut Stadt musste der Zünder der 50 Kilogramm schweren amerikanischen Bombe gesprengt werden. Es habe sich um ein seltenes Modell gehandelt, so Stadtsprecherin Silke Brickwedde. Der Sprengmeister sei zufrieden mit dem Ablauf.

Fast 2.000 Häuser im Evakuierungsgebiet

Die Anwohner hatten bis 9 Uhr ihre Häuser verlassen sollen. Weil nicht alle sofort dem Aufruf gefolgt waren, konnte der Sprengmeister erst mehrere Stunden später mit seiner Arbeit beginnen als geplant. Im Evakuierungsgebiet stehen 1.850 Gebäude. Für alle, die für den Zeitraum der Evakuierung nicht bei Freunden oder Verwandten unterkommen können, hatte die Stadt ein Evakuierungszentrum im Schulzentrum Sonnenhügel in der Knollstraße eingerichtet. Rund 300 Bürgerinnen und Bürger waren in das Zentrum gekommen. Mehr als sonst üblich bei solchen Aktionen, so Brickwedde. Ein mobiles Impfteam war ebenfalls vor Ort. 120 Bürgerinnen und Bürger hätten das Angebot genutzt und sich gegen Corona impfen lassen, hieß es von der Stadt.

Zunächst zweite Bombe vermutet

Anfangs war die Stadt noch von einer zweiten Bombe im Boden ausgegangen. Nach den Vorarbeiten aber "konnte für diesen Punkt Entwarnung gegeben werden", wie die Verwaltung mitteilte. Es musste also nur eine Bombe unschädlich gemacht werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 17.10.2021 | 08:00 Uhr

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