Stand: 10.09.2020 06:58 Uhr

Emsland geht bei Wassermanagement neue Wege

Auf einem Schild mit dem Wappen von Emsbüren steht ""1200" Jahre Emsbüren. © NDR Foto: Hedwig Ahrens
In Emsbüren werden im Rahmen der Klima-Wasser-Kooperation zwei Gräben angestaut. (Archivbild)

Das Wassermanagement im Landkreis Emsland war über Jahrzehnte durch den Emslandplan geprägt. In seinem Zuge wurden ab den 1950er-Jahren Gräben angelegt, um die Moorflächen zu entwässern, damit Landwirte sie bewirtschaften konnten. Jetzt beginnt im Emsland ein Paradigmenwechsel: Wasser ist angesichts der vielen Dürresommer kostbar geworden und soll in der Region gehalten werden. Dazu werden ab November zwei Gräben im Emsbürener Ortsteil Ahlde angestaut.

Ziel: Grundwasser auf hohem Niveau halten

An der von Landkreis Emsland geführten Klima-Wasser-Kooperation beteiligen sich neben Trink- und Wasserverbänden auch Vertreter aus Landwirtschaft und Wirtschaft. Ziel sei es, das Grundwasser auf einem höheren Niveau zu halten, sagte Stefan Westhuis vom Vechteverband zu NDR 1 Niedersachsen. "Das ist ein ganz neuer Schritt, den man auch als Emslandplan 2.0 bezeichnen kann", so Westhuis. "Wir erhoffen uns gute, positive Ergebnisse."

Kooperation über drei Jahre

Bei dem Feldversuch soll auch gesammeltes Niederschlagswasser der Firma Emsflower in Emsbüren in das Gewässersystem einfließen, so der Landkreis. Im Rahmen der Kooperation sollen drei Jahre lang Methoden erprobt werden, um die Grundwasserstände auch bei langen Dürreperioden zu halten.

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Ein Trecker auf einem Landwirtschaftlich genutzten Feld durchpflügt einen Acker. © NDR Foto: Julius Matuschik

Emsland erinnert an 70 Jahre Emslandplan

Am 5. Mai 1950 beschloss der Bundestag den Emslandplan. Rund 130.000 Hektar Fläche wurden daraufhin kultiviert, die Straßen verbessert. Tausende Landwirte siedelten sich an. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 09.09.2020 | 15:30 Uhr

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