Stand: 31.05.2019 20:16 Uhr

Bissendorf: Strecke nach Zugunfall wieder frei

Der Lkw hat bei dem Unfall die halbseitige Schranke abgerissen, die bei der Bergung unterhalb des Kühlergrills steckt.

Nach einem schweren Zugunfall in Bissendorf im Landkreis Osnabrück ist die Strecke am frühen Freitagabend wieder freigegeben worden. Das sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn NDR.de. Die Strecke war gesperrt worden, nachdem am Morgen ein Lkw mit einem Zug zusammengestoßen war. Dabei wurde der 54-jährige Lkw-Fahrer nach Polizeiangaben lebensgefährlich verletzt. Am Abend sagte eine Sprecherin des Bahnunternehmens Keolis gegenüber NDR 1 Niedersachsen, dass der Lkw-Fahrer mittlerweile außer Lebensgefahr sei. Mindestens zehn der etwa 150 Zuginsassen wurden leicht verletzt. Der Zugführer erlitt einen Schock und musste von einem Notfallseelsorger betreut werden.

Ufallstelle

Lkw kollidiert mit Zug an Bahnübergang

Hallo Niedersachsen -

Der Fahrer eines Reinigungsfahrzeugs ist bei einem Unfall mit einem Zug in Bissendorf schwer verletzt worden. Er hatte den Bahnübergang gereinigt und wurde vom Zug mitgeschleift.

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Lkw war auf Bahnübergang, als Schranken heruntergingen

Das Reinigungsfahrzeug war gegen zehn Uhr am Vormittag mit sehr geringem Tempo auf dem Bahnübergang im Einsatz, als die Warnampel zu blinken begann und die halbseitigen Schranken heruntergingen. Wie mehrere Fahrgäste nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen berichteten, hupte der Lokführer mehrfach und vollzog eine Notbremsung - allerdings erfolglos. Es habe einen lauten Knall gegeben. Dann wurde der Lkw zwischen Bahn und Lärmschutzwand eingeklemmt und etwa 150 Meter mitgeschleift. Um den Lkw zu bergen, baute ein Abschleppunternehmen die Lärmschutzwand entlang der Bahnstrecke ab, um den eingequetschten Lkw von den Gleisen ziehen zu können.

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Helfer richteten nach dem Unfall eine Sammelstelle für Reisende und Verletzte ein.
Reisende mussten mehr als eine Stunde in der Bahn ausharren

Die Oberleitung blieb entgegen erster anderslautender Informationen intakt, sagte Bahn-Sprecher Egbert Meyer-Lovis auf Anfrage des NDR. Dennoch mussten etwa 150 Reisende mehr als eine Stunde im Zug ausharren, bis die Leitung sicherheitshalber geerdet war. Nachdem die Passagiere zunächst von Helfern des Roten Kreuzes betreut worden waren, konnten sie sich auf den Heimweg machen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 31.05.2019 | 14:00 Uhr

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