Trecker mit Schildern stehen auf einer Straße. © Polizeiinspektion Stade

Bauern in der Krise: Sie fordern bessere Erzeugerpreise

Stand: 11.11.2020 16:31 Uhr

Mehrere Hundert Landwirte haben Mittwoch vor Molkereien und Schlachthöfen für höhere Erzeugerpreise demonstriert. Sie fordern 15 Cent mehr pro Liter Milch und einen Euro mehr für ein Kilo Rindfleisch.

In Edewecht trafen sich Bauern aus Ostfriesland, Cloppenburg und dem Ammerland vor dem Deutschen Milchkontor. Ottmar Ilchmann, Landesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der bäuerlichen Landwirtschaft, sagte gegenüber NDR 1 Niedersachsen: "Uns eint alle die Sorge um den Erhalt unserer Betriebe. Wir haben in allen viehhaltenden Betrieben, Milcherzeugung aber auch Schweinemast im Moment sehr ruinöse Preise und gleichzeitig ständig steigende Anforderungen seitens der Molkereien, des Handels aber auch der Politik." Die Proteste sind Teil einer bundesweiten Kampagne von Landwirten für eine bessere Vergütung.

Forderungen schriftlich fixiert

Junge Landwirte stehen auf einem Parkplatz zwischen mehreren Treckern. © NDR Foto: Hedwig Ahrens
Die Landwirte wollen sich gegen zu niedrige Preise wehren. (Archivbild)

Bei den Schweinebauern kämen neben sinkenden Preisen Unwägbarkeiten in der Corona-Krise und eine latente Bedrohung durch die Afrikanische Schweinepest hinzu. Laut Ilchmann hätten bereits viele Unternehmen aufgegeben. Unterstützung gibt es von der landwirtschaftlichen Vereinigung LandSchafftVerbindung. "Wir fordern die Molkereien auf, mit uns zusammen einen Weg zu erarbeiten, dass wir da eine Verbesserung der Preise hinbekommen", sagte Christian de Riese von LandSchafftVerbindung. Man warte nun auf die Antwort der Abnehmer, denen die Forderungen nach höheren Preisen am Vormittag schriftlich zugestellt wurden.

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NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 11.11.2020 | 15:00 Uhr

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