Stand: 14.12.2018 07:15 Uhr

900.000 Euro ergaunert: Haftstrafe für Lehrerin

Eine ehemalige Lehrerin muss wegen gewerbsmäßigen Betrugs und Urkundenfälschung für zwei Jahre und zehn Monate ins Gefängnis. Das Landgericht Osnabrück sah es am Donnerstag als erwiesen an, dass die 66-Jährige mit gefälschten Medikamenten-Rechnungen rund 900.000 Euro zu Unrecht von der Beihilfestelle erhalten hat. Mit dem Geld hat sie sich unter anderem Schmuck und Kleidung von Edelmarken gekauft. Die Luxus-Artikel waren von der Staatsanwaltschaft bereits versteigert worden, um den entstandenen Schaden zum Teil zu kompensieren. Die Frau hatte zum Prozessauftakt die Vorwürfe grundsätzlich eingeräumt.

Mitarbeiterin fiel der Betrug auf

Zwischen Januar 2012 bis August 2016 hat sie nach Ansicht des Gerichts 112 Mal Rechnungen für Arzneien gefälscht: mit Nagelschere, dem Stempelabdruck einer Apotheke und einem Kopierer. Dies erweckte den Eindruck, dass die Medikamente in zehnfacher Menge verordnet und bezahlt worden waren. Das Geld forderte sie daraufhin von der Beihilfestelle Niedersachsen zurück, bis einer Mitarbeiterin der Betrug schließlich auffiel.

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Fünf Euro Zuzahlung in der Apotheke © fotolia Foto: kelifamily

Geständnis: Lehrerin ergaunert 900.000 Euro

Vor dem Landgericht Osnabrück hat eine Lehrerin gestanden, mit gefälschten Rezepten und Rechnungen 900.000 Euro erschlichen zu haben. Einen Teil des Geldes gab sie für Handtaschen aus. (21.11.2018) mehr

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Hallo Niedersachsen | 13.12.2018 | 19:30 Uhr

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