Stand: 14.08.2019 18:59 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Zwangspause für Krabbenfischer in Ostfriesland

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In Ostfriesland sind die Krabbenkutter derzeit nicht auf See unterwegs. (Archiv)

Die Krabbenfischer an der ostfriesischen Küste bleiben drei Wochen lang mit ihren Kuttern im Hafen. Grund für die Zwangspause ist nach Angaben der Erzeugergemeinschaft der Krabbenfischer, dass die Großhändler ihnen derzeit keinen Granat mehr abnehmen. Im vergangenen Herbst seien die Erträge so gut gewesen, dass es immer noch ausreichend eingelagerte Krabben gebe, so der Chef der Erzeugergemeinschaft, Dirk Sander zu NDR 1 Niedersachsen. Bereits im Frühjahr hatten die Fischer deshalb eine Pause einlegen müssen.

Preisverfall wegen Krabbenschwemme

Seit dem vergangenen Herbst waren die Preise laut Sander konstant gefallen. Hatten die Fischer zunächst noch zwölf Euro pro Kilogramm Granat bekommen, seien es zuletzt nur noch drei Euro gewesen, so der Krabbenfischer: "Wir hatten drei Jahre lang wenig Krabben. Und dann plötzlich waren sie da. Da kann man 500 Fischer nicht mehr bremsen, da war es zu spät." Tag für Tag prall gefüllte Netze - dass das die Preise drückt, hätte man ahnen können, sagt Sander. Trotzdem seien sie weiter rausgefahren.

Feiertage verzögern Transport nach Marokko

Nun sind die Lager der Großhändler randvoll, etliche Tonnen tiefgefrorener Krabben stehen dort, bereit für den Transport nach Marokko, wo sie gepult werden sollen. Dort allerdings wird in diesen Tagen unter anderem das islamische Opferfest und der Tag der Revolution gefeiert. "Dann wird überhaupt nicht gepult und deswegen liegen unsere Kutter jetzt drei Wochen im Hafen", sagt Sander. Mehr als die Hälfte der Zwangspause haben er und seine Kollegen allerdings schon hinter sich gebracht: Am kommenden Montag fahren die Kutter wieder raus.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 14.08.2019 | 17:00 Uhr

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