Stand: 12.06.2019 20:33 Uhr

Zum Heulen süß: Viel Arbeit für Seehundretter

"Freya" gilt als erster Heuler der neuen Saison an der niedersächsischen Küste.

Die Seehundstation Norddeich in Ostfriesland hat den ersten Heuler dieser Saison aufgenommen: "Freya" heißt der kleine Seehund, der bei einem Gewitter an der Nordseeinsel Borkum von seiner Mutter getrennt wurde. Das Seehundbaby sei Ende Mai allein am Strand von Borkum gefunden worden und wiege inzwischen fast acht Kilogramm, sagte der Leiter der Seehundstation, Peter Lienau. "Unter fachkundiger Pflege hat sich 'Freya' bereits gut entwickelt."

Stürme und Menschen als Hauptursache

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Die kleine "Freya" wurde Ende Mai auf Borkum gefunden und wiegt mittlerweile acht Kilo.

Mittlerweile haben die Helfer in Norddeich bereits alle Hände voll zu tun: Nach "Freya" wurden noch zehn weitere Heuler aufgenommen. Lienau führt die vielen von ihrer Mutter getrennten Jungtiere auch auf den Urlauberansturm an der Küste in den vergangenen Tagen zurück: Dadurch könnten die Tiere und ihre Mütter gestört worden sein, so der Stationsleiter. Derzeit hat die Geburten- und Aufzuchtphase der Seehunde begonnen. Wenn die Muttertiere im Wasser nach Nahrung suchen, legen sie ihre Jungtiere kurzzeitig am Strand ab. Wenn sie dann durch Menschen am Strand gestört werden, aber auch bei Stürmen und Sommergewittern, können die Jungtiere dauerhaft von ihrer Mutter getrennt werden - und gelten als Heuler. Spaziergänger sollten daher Abstand von Jungtieren halten und Hunde an die Leine nehmen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 12.06.2019 | 17:00 Uhr

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