Zwei Eurofighter fahren über ein Rollfeld. © picture alliance Foto: Hauke-Christian Dittrich

Wittmund: 19 Eurofighter ziehen vorübergehend nach Laage um

Stand: 06.01.2022 14:30 Uhr

Die Luftwaffe hat die ersten zwei Eurofighter von Ostfriesland nach Mecklenburg-Vorpommern verlegt. Die übrigen 17 folgen bis Ende Januar. Grund dafür sind Sanierungsarbeiten am Stützpunkt Wittmund.

Die beiden Eurofighter sind am Donnerstagmorgen bei Sonnenaufgang in Richtung Laage, südlich von Rostock, gestartet, wie der Pressestabsoffizier des Luftwaffengeschwaders 71 "Richthofen", Holger Diepold, sagte. Die weiteren Maschinen sollen bis Ende des Monats verlegt werden. Bis voraussichtlich Ende 2024 sollen die 19 Eurofighter dann beim Schwesterverband, dem Luftwaffengeschwader 73 "Steinhoff", stationiert bleiben.

Sanierung des Stützpunkts bis 2028

Der Grund für den vorübergehenden Umzug ist laut Bundeswehr, dass der Stützpunkt in Wittmund umfassend saniert wird. Die Anlage mit einer Infrastruktur, die laut Diepold noch überwiegend aus den 1960er-Jahren besteht, wird bereits seit 2019 modernisiert. Ab Februar soll die Start- und Landebahn erneuert werden, weshalb dann vorerst kein Flugbetrieb mehr möglich ist. Zudem sollen Wartungshallen und der Tower neu gebaut werden. Alle Arbeiten sollen 2028 abgeschlossen sein. Für die umfassenden Baumaßnahmen sind insgesamt mehrere Hundert Millionen Euro veranschlagt.

Soldaten und Mitarbeitende ziehen auch um

Nicht nur die Eurofighter beziehen vorübergehend Quartier in Mecklenburg-Vorpommern, sondern auch rund 240 Soldatinnen und Soldaten sowie zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Alle zwei Wochen wird die Truppe, darunter Piloten, Techniker, IT-Experten und Logistiker, mit Kräften aus Wittmund ausgetauscht. Der Umzug sei lange vorbereitet, sagte Diepold.

Alarmrotte wird auch nach Laage verlegt

Auch die Alarmrotte, die ebenfalls in Wittmund stationiert ist, muss für die Dauer der Arbeiten nach Laage umziehen. Die Alarmrotte ist für den Schutz des Luftraums über Deutschland zuständig. Die Maschine kann innerhalb kürzester Zeit aufsteigen, etwa wenn zu einem Passagierflugzeug der Funkkontakt abreißt. Die zweite Maschine der Alarmrotte ist in Bayern stationiert.

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